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Hoffnung für ramponierte Hochzeitsbrücke

Hoffnung für ramponierte Hochzeitsbrücke

Bei allem Für und Wider zum inzwischen viel diskutierten Hochwasserschutz im Schlosspark Trebsen - aber insbesondere der Flut von 2002 - konnten Denkmalschützer doch etwas Positives abgewinnen.

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Siegmar Rabenstein (l.) ärgert sich über die Schäden an der Hochzeitsbrücke im Schlosspark, die Steffen Lämmel vom Bauamt beseitigen lassen will.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Die Fluten hatten auf dem Lindendamm Rudimente der Hochzeitsbrücke aus den Jahren um 1750 freigespült. Und im Zuge des Wiederaufbaues durch den Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege in Trebsen ist auch der Schlossgraben wieder freigelegt worden.

Zur negativen Begleiterscheinung gehören Vandalismus und der Klau von Buntmetallen, die als Sockeleinfassungen denkmalgerecht in Form von Kupferblechen an der Hochzeitsbrücke verbaut worden sind. Die Tat lasse sich zeitlich nicht genau definieren, liege aber mutmaßlich im Herbst. Zumindest, so Steffen Lämmel im städtischen Bauamt, wurde seinerzeit Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Um aber das verbaute Material gewinnbringend veräußern zu können, mussten die Buntmetalldiebe feststellen, dass hier das Diebesgut so einfach nicht abzuschrauben, auszuhebeln oder wie auch immer zu entfernen und damit das "schnelle Geld" nicht zu machen war. Die Täter ließen von der Hochzeitsbrücke ab, hinterließen jedoch einen nicht zu unterschätzenden Sachschaden, der den Diebstahlschaden weit übersteigt. Beim Versuch die Kupferbleche zu klauen, sind auch Formteile der Brücke zerstört worden. Ein Angebot zur Instandsetzung liege noch nicht vor. Aber Kupferblech, so stellte Lämmel klar, werde nicht wieder verbaut. Das würde zwar mit den Interessen des Denkmalschutzes kollidieren, sei aber eine "Lösung der Vernunft."

An den Wiederaufbau der Hochzeitsbrücke kann sich Uwe Bielefeld vom Förderverein für Handwerk und Denkmalsschutz noch gut erinnern. "Nach dem Hochwasser 2002 ist ja auch der alte Schlossgraben wieder geöffnet worden. Beginnend am Schloss, wo die Steinbrücke zum Rittergut führt. Früher war hier eine Zugbrücke als Hauptzugang zum Schloss. Aber mit dem Ausbaggern des Schlossgrabens, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit Bauschutt verfüllt wurde, ist auch eine historische Wasserhaltung für Teiche freigelegt worden, die man zur Fischzucht im 18. Jahrhundert angelegt hatte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2015
Frank Schmidt

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