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Grimma Hohnbach erhält Anschluss an zentrales Abwassernetz
Region Grimma Hohnbach erhält Anschluss an zentrales Abwassernetz
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16:06 13.04.2016
Vielbefahren ist Hohnbach. Brummis werden eine weiträumige Umleitung nehmen müssen, wenn die Durchgangsstraße gesperrt ist, für normale Autos ist sie kürzer.
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Colditz/Hohnbach

Der Termin steht. Anfang Mai soll begonnen werden, Hohnbach an die zentrale Kläranlage von Colditz anzuschließen. In allen Straßen werden Kanäle verlegt, weshalb es zu erheblichen Verkehrseinschränkungen kommt. Die Arbeiten, die auch das Auswechseln der Trinkwasserleitungen beinhalten, sollen sich bis ins nächste Jahr hinziehen. Donnerstag Abend werden die Einwohner in einer Versammlung informiert.

Zurzeit existieren eine Kläranlage an der Wiesenstraße und private Gruben, deren halb gereinigtes Wasser in den Bach eingeleitet wird, erläutert Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG). Europaweit sollten solche Zustände bis Ende 2015 abgeschafft werden. Eine Vereinbarung mit dem Landratsamt gewährt dem VVGG jedoch die längere Frist.

Fast der ganze Ort soll an das neue Kanalnetz angeschlossen werden, nur die Eigentümer weniger Grundstücke weit draußen müssen selbst vollbiologische Kleinkläranlagen errichten. „Sie wissen darüber Bescheid“, sagt Kunath.

3150 Meter Schmutzwasserkanal werden nach seinen Worten verlegt. Die alte Kläranlage an der Wiesenstraße geht außer Betrieb, stattdessen entsteht auf dem Grundstück eine Pumpstation, zu der das Schmutzwasser im freien Gefälle fließt. Von dort wird eine 635 Meter lange Druckleitung zur bestehenden Pumpstation an der Rochlitzer Straße in Colditz gezogen. Im weiteren Verlauf gelangt das Wasser über das Regenüberlaufbecken an der Muldebrücke und die Hainstraße zur Kläranlage im Flurteil Eule.

145 Grundstücke, auf denen 350 Einwohner leben, werden angebunden. Die Eigentümer müssen jeweils den Hausanschluss vom Hauptkanal bis zur Grundstücksgrenze bezahlen, der 220 Euro pro laufendem Meter kostet; in der Regel kommen drei bis fünf Meter zusammen. Weiter haben die Eigentümer den Revisions- und Übergabeschacht zu setzen und dort ihre Schmutzwasserleitung einzubinden. „Diesbezüglich entsprechen wir einem Wunsch von Bürgern in unserem Verbandsgebiet, die Eigenleistungen vorzogen, um Kosten zu sparen.

„Wenn die Straßen einmal aufgerissen sind, erneuern wir gleich die Trinkwasserleitungen im Ort mit, und zwar auf einer Länge von 2675 Metern“, erklärt Kunath. Auch 170 Meter Regenwasserkanal würden ersetzt. So kommen Baukosten von 1 865 325 Euro zusammen, teilweise pauschal und durch zinsverbilligte Darlehen von der Sächsischen Aufbaubank gefördert. „Wir wollen so viel wie möglich in diesem Jahr schaffen. Restarbeiten bleiben aber auf alle Fälle für 2017 übrig“, so der Geschäftsführer.

Weitestgehend sollen die Anwohner ihre Grundstücke per Auto erreichen können. „Es wird aber wenige Tage geben, an denen das nicht möglich ist“, kündigt Kunath an. Wer sieht, dass die Baustelle zu seinem Grundstück vorrückt, solle sich an den Polier der Mügelner Firma Erdmannbau oder den Projektleiter des VVGG wenden, um individuell die Einschränkungen abzuklären.

Der Durchgangsverkehr ist betroffen, wenn in der Geithainer Straße, einer Staatsstraße, gebuddelt wird. Sie wird dann voll gesperrt, Lastwagen müssen von Geithain über Bad Lausick und Ballendorf nach Colditz fahren. Für einfache Autos gilt die kürzere Umleitung von Leupahn über Seupahn nach Colditz.

Von Frank Pfeifer

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