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Grimma Holger Schindler: „Kunst ist wichtig, um den Kopf frei zu bekommen“
Region Grimma Holger Schindler: „Kunst ist wichtig, um den Kopf frei zu bekommen“
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12:03 15.06.2016
Der Künstler: Holger Schindler ist promovierter Jurist und Künstler in Freizeit. Der Hamburger lebt seit 1991 in Sachsen. Quelle: Foto:
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Grimma

Unter dem Titel „passione“ stellt der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht Dresden, Holger Schindler, Werke aus, die der promovierte Jurist in seiner Freizeit malte. Die Ausstellung im Rahmen des Projekts Kunst und Justiz ist im Amtsgericht Grimma während der Öffnungszeiten bis zum 7. Oktober zu sehen.

„Holger Schindler kenne ich seit einigen Jahren. Als ich hörte, dass er am Gericht in Dresden ausstellte, habe ich ihn angesprochen, ob er nicht auch in Grimma im Schloss seine Bilder zeigen will“, erzählt die Direktorin des Amtsgerichts, Katja Kohlschmid. „Ich habe mir die Stadt Grimma angesehen und die Räumlichkeiten im Schloss und fand, dass die Bedingungen hier hervorragend sind“, sagt der 53-jährige Vater von fünf Kindern. Besonders beeindruckt war er von der Altstadt Grimmas und wie es gelungen ist, die Stadt nach dem Hochwasser 2013 wieder aufzubauen. Zu seinen Themen gehören Bilder, die auf Reisen entstanden, aber auch gesellschaftliche Themen wie Krieg und Flucht. Dabei verwendet er verschiedene Techniken und Stile. „Ich male seit meiner Kindheit“, sagte der gebürtige Hamburger. Allerdings habe er die Kunst stets als Hobby gesehen. „Ich bin mit meiner Berufswahl total glücklich.“ Kunst sei für ihn jedoch wichtig, um den Kopf frei zu bekommen. Außerdem seien Bilder etwas Bleibendes. „Den Grundstein für meine künstlerische Tätigkeit hat mein Vater gelegt. Während des Studiums habe ich zusätzliche Kurse belegt und auch mit einigen Künstlern zusammengearbeitet, um meine Techniken zu verbessern“, erzählt Schindler, der seit 1991 in Sachsen lebt. Er male nicht, um Bilder zu verkaufen, sondern weil er dabei entspannen kann. Er stellt in öffentlichen Gebäuden aus, 2004 in Radebeul, 2010 in Zeitz und 2015 in Dresden.

„Mir gefällt die Ausstellung sehr gut“, meint der Schulleiter des Gymnasiums St. Augustin Wolf-Dieter Goecke. „Unsere Schule und das Amtsgericht wollen noch enger zusammenarbeiten“, sagt er. Deshalb trugen auch die Neuntklässler Juliane Scholz und Arne Weigelt zur musikalischen Umrahmung der Veranstaltung bei. Eva und Wilhelm Krusch, beide 87 Jahre alt, waren gekommen, um die Ausstellung zu sehen, aber auch um die Räumlichkeiten des Amtsgerichtes einmal in Augenschein nehmen zu können. „Wir wohnen gleich nebenan. Doch wir hatten seit der Flut 2013 noch keine Gelegenheit, die sanierten Räume zu betrachten“, sagt Eva Krusch. Denn die „Schlossherrin“ hatte im Anschluss an die Vernissage zu einem Rundgang durch das Amtsgericht eingeladen. „Wir freuen uns über die große Resonanz“, sagt Katja Kohlschmid.

Von Cornelia Braun

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