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Horterweiterung in Naunhof – eine Investition in die Zukunft

Tag der offenen Tür Horterweiterung in Naunhof – eine Investition in die Zukunft

Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Schulhortgebäudes in Naunhof sind abgeschlossen. Am Freitagabend wurde der Anbau mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Wie sehr sie sich darüber freuten, zeigten die Mädchen und Jungen mit einem bunten Programm aus Musik und Tanz. Die Stadt hatte in den Anbau mit sechs neuen Gruppenräumen 610 000 Euro investiert.

Auch Tanzeinlagen gehörten zum Programm der Hortkinder, mit dem der Anbau eingeweiht wurde.

Quelle: Foto: Alekowa

Naunhof. Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Schulhortgebäudes in Naunhof sind abgeschlossen. Am Freitagabend wurde der Anbau mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Wie sehr sie sich darüber freuten, zeigten die Mädchen und Jungen mit einem bunten Programm aus Musik und Tanz. Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) sprach allen Beteiligten ein großes Dankeschön aus – den vor allem aus dem sächsischen Raum kommenden Baufirmen, den Teams von Hort, Grundschule und Förderverein – denn „ein Objekt allein nutzt nichts, wenn es nicht vernünftig betreut wird“ – und nicht zuletzt dem Stadtrat, der „weise entschieden“ habe, und zwar nicht nur, was den Hort anbelange. „Mit dem Gymnasiumsneubau haben wir gesagt, dass wir auch das Schulangebot erweitern wollen.“ In einer städtischen Gemeinschaft, so Zocher weiter, „muss alles harmonisch wachsen. Wenn wir neue Wohngebiete ausweisen“, blickte er an den Grillensee, wo 400 Wohneinheiten entstehen sollen, „ist nur ein Teil gelöst. Infrastruktur und das soziale Angebot müssen Schritt halten.“

Erst 2008 war das Hortgebäude nach aufwendiger Sanierung für 220 Kinder eröffnet worden. Nur wenige Jahre dauerte es, dass es aus allen Nähten platzte. Seit zwei Jahren müssen Kinder in der benachbarten Grundschule betreut werden. „Wir haben gekuschelt“, umschrieb dies Schulleiterin Gabi Lehmann und gratulierte Hortleiterin Kerstin Hillig mit Blumen zur Einweihung. Die hatte das Zepter im Hort erst im Dezember übernommen und war gleich mit dem Baugeschehen konfrontiert worden. Jetzt sehe sie bei den Kindern wie den zahlreich erschienenen Eltern und Gästen Glück und Zufriedenheit, freute sie sich. Allerdings müssen die neuen Gruppenräume noch möbliert werden, erst zu Beginn des neuen Schuljahres werden alle unter einem Dach vereint sein. „Die Kinder haben dann viel mehr Möglichkeiten, sich zu entfalten“, erklärte Hillig. Musste die Bauecke in der Schule wieder weggeräumt werden, kann das Werk künftig am nächsten Tag fortgesetzt werden. Für die Hortleiterin ist das neue Haus aber vor allem eine Investition in die Zukunft. „Denn aus einer schönen, geborgenen Kindheit schöpft jeder Mensch Kraft für später“, meinte sie und dankte der Stadt als Träger und auch den Eltern für ihr Vertrauen und ihre stete Einsatzbereitschaft.

Mit der Erweiterung ist das Gebäude um sechs Gruppenräume, zwei pro Etage, sowie zugehörige WC und Personalraum um 450 Quadratmeter und damit um rund ein Drittel gewachsen. Der Hort bietet jetzt 340 Kindern Platz. „Ich hoffe, das reicht zwei Jahre“, scherzte Zocher. Denn auch die Grundschule, aus der die Kinder kommen, nähere sich ihrer Kapazitätsgrenze. „Wenn sich die Entwicklung fortsetzt, brauchen wir jedes Jahr ein Klassenzimmer mehr und damit spätestens in zwei Jahren eine Lösung, denn Qualität ist auch eine Frage des Platzes.“ Seine persönliche Idee sei, mit dem Freien Träger des Gymnasiums, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, zu reden, ob sie ähnlich wie in Nauen auch in Naunhof eine private Grundschule parallel zu einer öffentlichen anbieten würde.

Architekt Stefan Martin führte anschließend durchs Haus und beantwortete Fragen. Der Anbau sei bei laufendem Betrieb erfolgt und die Zusammenarbeit mit dem Hort „vorbildlich gewesen“, lobte er. Die Gestaltung und Farbgebung in verschiedenen Pastelltönen habe der schon bestehende Trakt vorgegeben, der Schallschutz indes sei bereits besser als in jenem. Und auch ein Kuriosum zeigte er: Vom Neubau kann man durch Außenfester in den alten Teil schauen. „Da diese seinerzeit mit Fördermitteln gebaut wurden, hätten wir das Geld bei einem Rückbau zurückzahlen müssen.“ So belaufen sich die Kosten laut Zocher auf 610 000 Euro, wobei 265 000 Euro über das Stadtsanierungsprogramm gefördert wurden. 1250 Euro pro Quadratmeter seien sehr wenig, weiß der Architekt. „Wir haben keine teuren, aber die funktional richtigen Materialien verwendet.“ – Und den Besuchern gefiel es. „Es ist sehr schön geworden, der Platz hat definitiv gefehlt“, meinte Madeleine Ehrlich, deren Tochter Fabienne (6) im Hort betreut wird.

Von Ines Alekowa

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