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Grimma Hundeclub Naunhof wird 60
Region Grimma Hundeclub Naunhof wird 60
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14:41 19.05.2015
Die Anfangszeit: Das Foto aus dem Archiv des Clubs stammt von 1954 und zeigt Gründungsmitglieder. Quelle: Privat
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Naunhof

Und was für sie Grund genug ist, die Vereinsgeschichte einmal Revue passieren zu lassen.

Trainer Günter Motsch kennt sich mit ihr aus. "1954", so erklärt er, "fanden sich 16 am Hundesport interessierte Halter zusammen und gründeten die Sparte für Rassehunde von Großsteinberg im dortigen alten Gasthof." Sie haben zunächst im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) eine Dachorganisation gefunden. Erbaut waren jedoch nicht alle darüber, denn mit Kaninchen und Tauben hatten sie im Grunde nichts am Hut. 1956 wurde die Sparte als "Grundorganisation Maschinen- und Traktorenstation Ammelshain" von der Gesellschaft für Sport und Technik übernommen. Die Mitglieder kamen damit vom Regen in die Traufe, denn nun waren sie Teil einer wehrsportlichen Gruppierung. Das Zwischenspiel dauerte nur vier Jahre.

Ab 1960 gehörten die Hundesportler, die inzwischen auf das Vorgelände des ehemaligen Naunhofer Schießplatzes an der Klingaer Straße umgezogen waren, wo ihnen ein Eisenbahnwaggon als erste Unterkunft diente, wieder zum VKSK. Innerhalb dieses Verbandes agierte jetzt aber die DDR-weite Sektion für Dienst- und Gebrauchshundewesen selbstständig, in der die Naunhofer Mitglied waren. In den 1970er-Jahren errichteten sie auf ihrem Gelände ein erstes massives Gebäude.

Die Sektion löste sich 1990 auf, die Naunhofer traten dem neu gegründeten Schutz- und Gebrauchshundesportverband bei, bestehend aus den Verbänden Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin/Brandenburg. Dieser wiederum ist letztlich im Verband für das deutsche Hundewesen organisiert und damit sogar in die Welt-Hundeföderation integriert. "Seitdem arbeiten wir nach internationalen Prüfungsordnungen", so Motsch.

Im negativ besetzten Sinn des Sprichworts kam der Club 1992 auf den Hund. Im Jahr, als das Naunhofer Rathaus und der Betrieb Sachsenpelz in Flammen standen, brannte auch seine Baude ab. Bis heute sind in allen drei Fällen die Täter nicht ermittelt. "Wir erhielten damals umgerechnet reichlich 6000 Euro von der Versicherung. Den Rest legten wir aus unseren eigenen Taschen drauf für unsere neue Baude, die heute noch steht", blickt Motsch zurück. "2003 blies ein Sturmtief zwar das Dach weg, doch in guter Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung konnten wir ein neues aufsetzen."

Zu keiner Zeit bestand der Mitgliederstamm nur aus Naunhofern. Heute kommen Sportfreunde aus großen Teilen des Landkreises, aber auch aus Leipzig und Döbeln zum Training. Sie bringen vom 20 Zentimeter kleinen Coton de Tuilar bis zum Abruzzen-Schäferhund mit 73 Zentimetern Risthöhe 37 verschiedene Hunderassen mit, denn der Verein zeigt sich in dieser Hinsicht sehr liberal.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2014
Pfeifer, Frank

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