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Husarenbiwak in Höfgen

Husarenbiwak in Höfgen

Grimma/Höfgen. Aus zwölf Regimentern in ganz Deutschland kamen die Husaren nach Höfgen bei Grimma. Zwischen Wassermühle und Mulde bezogen sie ein Feldlager.

. Biwak nennen es die Berittenen, das auf Einladung des Husarenvereins Grimma das neunte Mal stattfand.

So als wäre die Zeit um gut hundert Jahre stehen geblieben, nämlich in der Kaiserzeit zwischen 1867 und 1918, prägten Zelte und wehende Truppenflaggen sowie Laternen, Feuerstellen, Lanzen und Waffen das Bild auf der Muldewiese. Mittenmang Pferde, die entweder über den Platz geritten oder geführt wurden. Und da waren auch noch die stolzen Männer in ihren historischen Uniformen, die Frauen, freilich auch in ihren für die damalige Zeit üblichen Kleidern, und sogar Kinder. Wie der Maximiliam-Friedrich-August Hiller.

 

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Grimma/Höfgen. Aus zwölf Regimentern in ganz Deutschland kamen die Husaren nach Höfgen bei Grimma. Zwischen Wassermühle und Mulde bezogen sie ein Feldlager. Biwak nennen es die Berittenen, das auf Einladung des Husarenvereins Grimma das neunte Mal stattfand.

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So heißt der 14-Jährige tatsächlich, der schon seit neun Jahren stolz eine Uniform und einen goldenen Helm trägt. „Der wird mit Zigarrenasche und Öl poliert", erklärte sein Kamerad Holger Elsnitz. Was bei Helfried Vogelsang aus Paunsdorf Respekt und Bewunderung hervorrief. „Ich habe schon viel über Husaren gehört und gelesen, sie aber noch nie life gesehen. Und heute treffe ich gleich mehrere Einheiten – toll." Die traten zum Appell an, um sich in ihren prächtigen Uniformen den zahlreichen Besuchern vorzustellen. Jürgen Rolle, Chef der Grimmaer Husaren, und Jörg Dehn vom Magdeburgischen Husaren-Regiment Nr.10 erklärten die Anzugsordnungen sowie die Einheiten und Waffengattungen dazu. Das in Berlin-Schöneberg stationierte Eisenbahnregiment beließ es nicht nur bei den Uniformen. Sie hatten extra einen mit Holz beladenen Feldbahnwagen dabei, kurz Lore genannt, die auf einer Schiene stehend die Blicke auf sich zog. „Die Aufgabe unserer Vorfahren war es, den Nachschub zu sichern. Dazu bauten sie feldmäßige Eisenbahnen", erklärte Heiko Baacke als Chef der Einheit, die sich gegenwärtig sogar einen Brigadewagen aufbaut.

Plötzlich hallten Befehle über den Platz. Diese schmetterte Rittmeister Peter Krupp dem Wachtmeister Per Nebelung entgegen. „Was ist das für eine Anzugsordnung, Herr Wachtmeister?" „Ich habe eine Kriegsverletzung, da fällt mir das richtige Anziehen schwer, Herr Rittmeister!" Der wiederum: „Aha, eine Kriegsverletzung. Und bei welchem Krieg in den letzten 15 Minuten haben Sie sich die zugezogen?" Weil sich beide das Lachen nicht mehr verkneifen konnten, durfte der Rittmeister wegtreten. Aber so, oder so ähnlich ging es zu, meinte Jürgen Rolle. „Damit zeigen wir, wie authentisch unser Biwak ist. Vom Zeltlager bis hin zur Uniform. Doch ohne Kompromisse geht das nicht, um natürlich der heutigen Zeit gerecht zu werden." Dann gab es drei Donnerschläge, die von einer Kanone abgefeuert wurden, ein originalgetreuer Nachbau von 1870. „Die aber heute nur noch mit Mehlgranaten gestopft und mit Batterie gezündet wird", erklärte Heinz Boyko aus Colditz. „Das weiß ich, weil ich immer gerne bei den Husaren bin."

Fast immer, denn abends am Lagerfeuer waren die Militärs dann doch unter sich. Und das war auch gut so, um in dieser gemütlichen Runde so manchen Becher zu leeren, zu singen und zu tanzen, bevor irgendwann im Zeltlager zur Nachtruhe geblasen wurde.

Frank Schmidt

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