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Grimma "Ich habe noch viele Träume"
Region Grimma "Ich habe noch viele Träume"
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05:00 27.04.2010
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. Unmögliches kann sie sofort erledigen. Wunder von heute auf morgen.

Seit 20 Jahren ist die Unentwegte, die im Mai 61 wird, für die Kultur in der Parthestadt in Bewegung. Vor allem aber hat sie bewegt, entwickelt, Impulse gesetzt, Traditionen mitbegründet – zuerst als Mitarbeiterin im Kultur- und Sozialamt der Stadt, ab 1997 als Leiterin der Naunhofer Kultur WerkStadt. Naunhof, Kultur und Scheibner – das sind drei Worte einer Marke, mit der sich die Parthestadt in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der Kulturlandschaft der Region profiliert und einen anerkannten Platz erobert hat. Jetzt geht Scheibner in den verdienten Ruhestand. Heute ist ihr letzter Arbeitstag. „Ich will gehen, wenn ich noch gut drauf bin wie jetzt. Man soll nicht den Zeitpunkt verpassen, jüngeren Leuten den Stafettenstab zu übergeben", lässt sie wissen.

Renate Scheibner hat das Arbeiten für Kultur nicht bloß als Job betrachtet. Für sie war es vor allem Berufung. „Der schönste Lohn war für mich immer, wenn wir die Erwartungen des Publikums erfüllen konnten. Das war so bei Rathaus- und anderen Konzerten, bei Kabarettveranstaltungen, bei Kartoffelfesten, Veilchenmärkten, Weihnachtsmärkten... Unvergessen: die Festtage samt Festumzug zur 775-Jahr-Feier von Naunhof. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Renate Scheibner: „Sowas hat mich ergriffen gemacht."

Im Rückblick auf 20 bewegte Jahre betont sie auch immer wieder: „Alleine hätte ich das nicht geschafft. Ich habe in den zwei Jahrzehnten für die Kultur in der Stadt viele Partner gewinnen können. Partnerschaft mit den Vereinen der Stadt und mit anderen der Kulturszene ist bei uns bewährter Arbeitsstil." Hinzugefügt werden muss: Scheibner hat diese Partnerschaft maßgeblich mit aufgebaut.

Impulse geben, Anregungen empfangen, Ideen entwickeln und bündeln, vermitteln und organisieren – Scheibner hat gezeigt, wie das alles geht. Auch wie Kontaktpflege zu Künstlern funktioniert. So hat sich Naunhof im Laufe der Jahre auch als Stadt der Galerie, der Rathauskonzerte, der Kunst- und Handwerkerbörse oder der Vereinsfeste einen Namen gemacht.

Das Geheimnis der „Zauberin" lässt sich mit zwei Worten beschreiben: hart arbeiten. Wie das zuweilen geschlaucht und auch gerieben hat, ist ihr nicht die Rede wert. „Ich war immer mit dem Herzen dabei", resümiert sie. Das habe es schön gemacht. Ein Wochenende mal frei zu haben im Monat war ihr Ziel. Gelungen ist ihr das nicht immer.

Aber das wird ja jetzt anders. Ein halbes Jahr brauche sie vielleicht, meint Renate Scheibner, um sich und manches andere zu sortieren. Dann wird neu durchgestartet. Möglicherweise greift sie jetzt auch wieder zu Stift und Pinsel, um zu malen. Möglicherweise begegnen ihr die Nauhofer demnächst auch wieder in der Gruppe der „Aktiven 60er", die sie vielleicht aus der Taufe hebt. Möglicherweise schreibt sie für Kinder und Enkel auch auf, was ihr im Leben begegnet und widerfahren ist „Geschichten könnte ich erzählen...", sagt sie lachend und ihre Augen blitzen. Möglicherweise reist sie zu ganz neuen Zielen, an die sie bisher noch gar nicht gedacht hat. Renate Scheibner: „Ich habe noch viele Träume..."

Redakteur Muldentalzeitung

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