Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma "Ich werde wieder ganz gesund"
Region Grimma "Ich werde wieder ganz gesund"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 31.07.2010
Anzeige

. Mit einer Platte und sechs Schrauben im Arm steht für die 21-Jährige fest: „Ich werde nicht wieder aktiv an Rennen teilnehmen."

Sie wolle schließlich irgendwann noch Kinder kriegen, sagt die nach wie vor ans Bett gefesselte Nerchauerin. Immer noch hat sie Schmerzen und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen. Gebrochen – und das zum Teil mehrfach – hatte sie sich das Becken, die Hand, die Speiche, die Ferse und drei Fußwurzelknochen. Außerdem war die Elle aus dem Handgelenk gesprungen. Die Verletzung am Knie mit großer Fleischwunde ist noch immer nicht diagnostiziert. Glück im Unglück: Zumindest den Hals hat sich Diana nicht gebrochen. Und das grenzt an ein Wunder. Bei Tempo 190 kam sie vor einer Kurve ungebremst zu Fall. „Wieso? Ich weiß es nicht. Ob die Bremsen versagten? Es ging alles so schnell. Ich kann mich nur noch an die Ärzte erinnern." Alle hätten sich so lieb um sie gekümmert, sagt Diana. Mit etlichen blauen Flecken kam sie zunächst ins Krankenhaus nach Adenau, wo sie bereits drei Stunden nach ihrem Sturz operiert wurde. Eine Woche blieb sie dort, ehe man sie in die Uniklinik nach Leipzig verlegte. Nun muss sie zu Hause das Bett hüten. Vier Mal die Woche kommt die Physiotherapeutin. Ab und zu muss sie zum Chirurgen nach Waldsteinberg. Michael Schwarz, ihr Freund, mit dem sie in Grimma zusammen wohnt, kümmert sich rührend. Er kocht, wäscht und – was viel wichtiger ist – er leistet seiner Diana auf der Bettkante sitzend Gesellschaft. Auf dem Sachsenring, dem Schleizer Dreieck oder in Salzburg hielt Michael immer die Boxentafel hoch, damit Diana sah, auf welchem Platz sie gerade liegt. Seit 2003 ist Diana dabei: Anfangs im ADAC-Junior-Cup, später im Yamaha R6-Dunlop-Cup. Auf der 125-Kubikzentimeter-Maschine schaffte sie beim Frohburger Dreieckrennen einen hervorragenden vierten Platz, im R-Cup in Oschersleben war sie sogar schon mal Zweite. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Vater Axel war früher selber aktiver Rennfahrer. Er und Mutti Simone unterstützten Dianas Racing-Team Spalteholz mit großer Leidenschaft.

„Natürlich bin ich traurig, nie mehr zu starten. Aber ich würde den Kopf nicht wieder frei bekommen", sagt Diana. „Bloß gut, ich werde wieder ganz gesund. Schäden bleiben nicht zurück." Die Kfz-Mechatronikerin freut sich, schon bald wieder Polizeiautos reparieren zu können. „Meine Werkstattkollegen besuchten mich sogar im Krankenhaus. Alle stehen zu mir, die Familie, Freunde und Bekannte. „Die Nerchauer sprechen meine Oma Florida an und übermitteln Genesungswünsche. Das ist Wahnsinn! Vielen Dank dafür."

Haig Latchinian

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpf63a7306a7201007301336.jpg]
Grimma. „Es ist ein wunderbares Stück", schwärmt Denkmalpfleger Günter Unteidig, „und dazu ein ganz einzigartiges.

30.07.2010

[image:phpipxkr220100730163120.jpg]
Ammelshain. Live-Musik im Schlosspark Ammelshain ist nichts Ungewöhnliches. Wenn allerdings am 8. August das SAXonia Quartett mit Swing, Jazz und Filmmelodien vier Saxophone erklingen lässt (Beginn: 16 Uhr), hat das einen ganz besonderen Grund.

30.07.2010

[image:phpXcg4zT20100729173639.jpg]
Nerchau. Wenn Präsident Steffen Richter augenzwinkernd mit Rücktritt droht, dann ist es wie jedes Jahr ein untrügliches Zeichen: Heute beginnt Nerchaus Schützenfest, das größte Vereinsfest im Muldental.

30.07.2010
Anzeige