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Grimma Idee für Colditz: Weihnachten in den Höfen nach Quedlinburger Vorbild
Region Grimma Idee für Colditz: Weihnachten in den Höfen nach Quedlinburger Vorbild
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00:25 09.12.2015
Die Schloßweihnacht in Colditz lockte am Wochenende wieder Hunderte Besucher in den hinteren Schloßhof der ehemaligen Porzellanstadt. Quelle: Thomas Kube
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Colditz

Fünf Stunden am Vorabend eines Weihnachtsmarktes weder funktionierendes Internet und damit die Möglichkeit zum Austausch von E-Mails noch Telefon, und obendrein ein längerer Stromausfall: So manchen Organisator würde eine solche Häufung von Pleiten, Pech und Pannen aus der Bahn werfen. Nicht so jedoch die Mitarbeiter der Gesellschaft Schloss Colditz. „Es war alles andere als schön, aber wir haben die Situation gemeistert“, konstatierte Geschäftsführerin Cornelia Hippe-Kasten. Die Krisenfestigkeit mag zu einem guten Teil das Ergebnis von in 17 Schlossweihnachten gesammelten Erfahrungen sein, auf die am vergangenen Wochenende Ausgabe Nummer 18 folgte.

Diese wiederum hatte wenig mit der Erstauflage vor 17 Jahren gemein. „Damals haben wir lediglich im ersten Hof gefeiert, mittlerweile hat die Veranstaltung eine deutliche Erweiterung erfahren“, so Hippe-Kasten. Und man sehe noch jede Menge Entwicklungspotenzial. „In diesem Jahr haben sich rund 40 Händler präsentiert, Platz ist gut für die doppelte Anzahl.“

Eine Idee, wie diese angelockt werden könnten, hatte Bürgermeister Matthias Schmiedel zur samstäglichen Eröffnung mit aufs Schloss gebracht. „Wir haben dieses Ensemble, mit dem wir auch in der Weihnachtszeit wuchern sollten“, so der Ortschef, der sich nach eigener Aussage für seine Stadt sehr gut ein „Weihnachten in den Höfen“ nach Quedlinburger Vorbild vorstellen kann. Das Organisationsteam des Festumzuges der diesjährigen 750-Jahr-Feier hat Schmiedel bereits auf seiner Seite. „Sie haben für das kommende Jahr eine Märchenweihnacht in Planung, und ich könnte mir vorstellen, dass diese Geschichte sogar das Potenzial zu einem verbindenden Band zwischen Schloss und Markt hat“, so der Bürgermeister. „Fakt ist, dass wir potenziellen Händlern etwas bieten müssen, damit sie nach Colditz kommen.“

Wozu auch eine entsprechende Illumination der Schloss-Gebäude beitragen könnte, für welche die Schlossgesellschaft an den beiden vergangenen Tagen die Werbetrommeln rührte. „Für Weihnachtssterne und Lichterketten auf Basis der LED-Technik haben wir 10 000 bis 12 000 Euro veranschlagt“, so Cornelia Hippe-Kasten. Das Geld indes, mit welchem die Schlossweihnacht-Besucher die Sammelboxen füllten, war in Anbetracht des diesjährigen ebenso abwechslungsreichen wie vielfältigen Programms nicht nur eine Investition in die Zukunft. Dabei reichte die Palette vom live gesungenen Weihnachtslied über ein Familienprogramm bis hin zu kunsthandwerklichen Angeboten.

Von Roger Dietze

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