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Im Jagdhaus Kössern dürfen sich Besucher mit leckeren Früchten eindecken

Apfeltag Im Jagdhaus Kössern dürfen sich Besucher mit leckeren Früchten eindecken

Sie tragen Namen wie „Kaiser Wilhelm“, „Prinz Albrecht von Preußen“. Sie bringen alljährlich im Herbst köstliche Früchte hervor, und sie machen Arbeit – die rund 70 Apfelsorten im Kösserner Jagdhausgarten. Zum zweiten Mal hatte deshalb der Jagdhaus-Verein für Sonnabend zu einem Apfeltag eingeladen, der den Geschmack der Besucher fand.

Patenschaft mit fruchtiger Rendite: Petra Winkler versorgte sich am Sonnabend im Jagdhausgarten mit Äpfeln verschiedener Sorten. Rund zehn Paten kümmern sich aktuell um die betagten Kösserner Obstbäume.

Quelle: Roger Dietze

Grimma/Kössern. Sie tragen Namen wie „Goldparmäne“, „Landsberger Renette“, „Kaiser Wilhelm“, „Roter Winterkalvill“ und „Prinz Albrecht von Preußen“. Sie bringen alljährlich im Herbst köstliche Früchte hervor, und sie machen Arbeit – die rund 70 Apfelsorten im Kösserner Jagdhausgarten. Zum zweiten Mal nach 2015 hatte deshalb der Jagdhaus-Verein für Sonnabend zu einem Apfeltag eingeladen, an dem sich Gäste gegen einen kleinen Obolus nach Belieben mit den Herbstfrüchten eindecken konnten.

„Viel Werbung haben wir für die Veranstaltung nicht machen müssen, weil die Mund-zu-Mund-Propaganda nach der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr sehr gut funktioniert hat, so dass sich die Leute bei uns schon im Vorfeld nach dem diesjährigen Termin erkundigt haben“, berichtet Jagdhaus-Mitarbeiterin Siri Köppchen. Sie freue dies zum einen, weil damit die zwei Bundesfreiwilligendienstler des Vereins entlastet würden, und zum anderen, weil es zeige, dass sich die Dorfbewohner ein Stück weit verantwortlich für den Garten fühlen.

Und nicht nur die Dorfbewohner. Petra und Sepp Winkler haben sogar vom nicht gerade um die Ecke liegenden Wurzen aus eine Patenschaft für einen der betagten Kösserner Obstbäume übernommen. „Abgesehen davon, dass unser einziger Apfelbaum im heimischen Garten vor einiger Zeit eingegangen ist, finden wir, dass die Pflege des Jagdhausgartens eine gute Sache ist, die wir in dieser Form gern unterstützen“, so Sepp Winkler.

Dass sie sich für einen Baum der Sorte „Croncels“ entschieden haben, hätte nichts mit Geschmack oder Form der Äpfel dieser Sorte zu tun. „Wir fanden einfach den Namen interessant, den wir zuvor noch nie gelesen oder gehört hatten“, so der 72-Jährige, dessen Patenschaft auch das Verschneiden umfasst. „In diesem Jahr war dies jedoch laut einem Fachmann bei keinem unserer Bäume vonnöten, so dass die nächsten Schnitte im nächsten Jahr anstehen“, berichtet Siri Köppchen.

Auch um die aktuell rund zehn Apfelbaum-Paten diesbezüglich zu ertüchtigen, sei im ersten Quartal die Durchführung eines Baumverschnitt-Seminars geplant. Denn die Apfelbäume im Kösserner Jagdhausgarten sind nicht nur Zierde, sondern zudem Teil des Vereins-Marketings und stellen darüber hinaus eine kleine Erwerbsquelle dar. „Unser 100-prozentiger Apfelsaft, den wir in Kerstin Liebers Papsdorfer Saftmanufaktur mosten lassen, verkaufen wir in Flaschenform als Souvenir, und den Saft bieten wir im Rahmen unserer Konzerte und Veranstaltungen an“, so Siri Köppchen.

Ihr Verein hat sich in diesem Jahr am 5. Streuobstwettbewerb des Landschaftspflegeverbandes Nordwestsachsen beteiligt. Dabei wurde nicht nur der gepflegte Jagdhaus-Garten in die Waagschale geworfen, sondern zudem die „Anwesenheit“ zweier Fledermausarten im Jagdhaus, die Nistmöglichkeiten für Haussperlinge sowie die Vielzahl der das innerörtliche Kösserner Naturkleinod als Nist- und Futterrevier nutzenden Vogelarten. „Wir haben zwar noch keine Rückmeldung bezüglich der Ergebnisse, aber wir haben ein ganz gutes Gefühl“, so Siri Köppchen.

Als nächste Veranstaltungen stehen im Jagdhaus ein französischer Liederabend am 16. Oktober, ab 17 Uhr, ein Klavierabend mit Werken von Bach, Schumann und Grieg am 29. Oktober, ab 17 Uhr, sowie ein weiterer Klavierabend zugunsten serbischer Kinderheim-Kinder am 12. November, ab 17 Uhr, auf dem Programm.

Von Roger Dietze

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