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Grimma Im Land der Keramik – ein Dutzend Töpferstuben öffnen ihre Werkstätten
Region Grimma Im Land der Keramik – ein Dutzend Töpferstuben öffnen ihre Werkstätten
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06:00 13.03.2017
Markenzeichen Tierfiguren: Yvonne Schneider (l.) zeigt in der Glastener Töpferei ihrer Freundin Doreen die jüngsten Brenn-Ergebnisse. Quelle: Roger Dietze
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Groitzsch/Bad Lausick

Familie Glaubig aus Berlin war am Sonnabend mit Kind und Kegel auf dem Glastener Hof von Familie Mandry vorgefahren. Um sich mit neuer Keramik aus der Töpferei von Yvonne Schneider, einer geborenen Mandry, einzudecken. „Wir haben Frau Schneider und ihre Produkte auf einem Markt in Königs-Wusterhausen kennengelernt, und weil wir an diesem Wochenende in Leipzig sind, haben wir den Tag der offenen Töpferei für einen Kurzbesuch bei ihr genutzt“, erzählt Familienvater Markus Glaubig. „Der Stil und das Muster ihrer Keramik haben es uns angetan.“

Die Gelobte hatte sich am Wochenende zum zweiten Mal an der deutschlandweiten Veranstaltung beteiligt, die zum mittlerweile 12. Mal stattfand. Ein knappes Dutzend Keramikstuben aus dem Landkreis Leipzig waren beteiligt. Während die 37-jährige Yvonne Schneider im Normalfall zu ihren Kunden fährt und auf bis zu 20 Märkten im Jahr präsent ist, nutzt sie den Tag der offenen Töpferei, ihre Kundschaft mal zu sich einzuladen.

Vor zwölf Jahren hat sich die Naunhoferin mit der Töpferei im Glastener Elternhaus selbstständig gemacht. Die Stammkundschaft wird von Jahr zu Jahr größer. „Ich bin damals ins sprichwörtlich kalte Wasser gesprungen, entsprechend hart war die Anfangszeit“, berichtet Yvonne Schneider, die das Töpferhandwerk von der Pike auf im Kohren-Sahliser Töpferhaus Arnold erlernt hat. Die Basis, um sich auf dem Markt etablieren zu können. „Man sammelt mit der Zeit auch Erfahrungen, welche Märkte sich zu besuchen lohnen und welche weniger“, berichtet Schneider, die hinsichtlich ihrer geschäftlichen Zukunft optimistisch ist. „Insbesondere junge Leute finden zunehmend Interesse an handgemachter Keramik, es ist ein Trend weg von der Massen- und hin zu individueller Töpferware feststellbar“, so Yvonne Schneider.

Zu deren Markenzeichen haben sich neben Tierfiguren eine marmorierte Keramik entwickelt. „Ursprünglich ging ich davon aus, dass meine blaue Töpferware am stärksten nachgefragt sein würde, aber offensichtlich habe ich mit dem Marmormuster ganz besonders den Geschmack meiner Kundschaft getroffen.“

Seit 2003 betreiben Ilona und Matthias Jäkel ihr Keramikgut in der Breiten Straße in Naunhof. Damit zählen sie zu den etablierten Töpfereien in Sachsen. Auch der Tag der offenen Tür war bei ihnen wieder gut besucht. „Am Sonnabend kamen Interessierte aus dem Dresdner Raum und sogar aus Zwickau“, freute sich Matthias Jäkel.

Der Zeitpunkt des sachsenweiten Tages der offenen Tür sei gut gewählt, meint er. Denn bald beginnt wieder die Saison der Märkte und dann sind Jäkels in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, um ihre Waren anzubieten. Im Angebot: ein breit gefächertes Programm von Zierkeramik aus der eigenen Werkstatt. Weiterhin eine große Auswahl an Blumensteckgefäßen in vielen Formen und Größen sowie auch extravagante Einzelstücke, so zum Beispiel Vasen, Leuchter, Zimmerbrunnen, Lampen und Kaminuhren.

Von Roger Dietze und Thomas Kube

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