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Grimma Im Ortsteil Beucha feiern 500 das Oktoberfest
Region Grimma Im Ortsteil Beucha feiern 500 das Oktoberfest
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07:13 08.10.2018
Die Hit-Express-Band sorgte für Stimmung auf dem Beuchaer Oktoberfest. Quelle: Bert Endruszeit
Bad Lausick/Beucha

Aller guten Dinge sind in Beucha zwölf – denn in dem Bad Lausicker Ortsteil erlebte am Sonnabend das Oktoberfest seine zwölfte Auflage. „Wir sind wie immer ausverkauft“, freute sich Kevin Frost, Chef des örtlichen Dorffestvereins. Rund 500 Leute passen in die eigens umgestaltete Landwirtschaftshalle, viele kommen von auswärts. „Perfekt für die mittlere Altersgruppe, denn die Leute suchen sich gezielt solche Feste heraus und genießen sie dann auch.“

Bernd Müller, Kassenwart im Dorffestverein, zeigte sich sehr zufrieden. „Wir verdienten heute das Geld, das wir dann im Sommer zum Zuckertütenfest für die Kinder wieder ausgeben.“ Die Gäste des Oktoberfestes würden so den Spaß der kleinen Einwohner finanzieren. Da sei es nicht schwer, buchstäblich fast das ganze Dorf zu mobilisieren. „Das ist ein großes Gemeinschaftswerk. Viele fleißige Hände haben hier bei der Ausschmückung geholfen, die Blumen-Dekoration kommt direkt aus den Gärten.“

Für das Fest der Region wurde in diesem Jahr auch eine regionale Band engagiert. Die Mitglieder der Hit-Express-Band kommen aus Borna, Leipzig und Altenburg. „Uns gibt es schon seit 18 Jahren“, verriet Steffen Gerth. „Wir bringen die Top-40-Musik von Abba bis AC/DC.“ Ein Oktoberfest hierzulande müsse nicht zwingend etwas mit Blasmusik zu tun haben. „Wir feiern ein Oktoberfest gerne auch mit Ostsongs. Als Tanzband wollen wir ja genau das bringen, was die Leute mögen.“ Sängerin Katja Syrbe fiel es deshalb nicht schwer, die Leute zu begeistern. Dafür lohnt sich dann alle Mühe. „Geprobt wird in der Woche, am Wochenende finden die Auftritte statt, und dann gehen wir auch alle noch 40 Stunden arbeiten.“

Für viele Besucher ist das Beuchaer Oktoberfest im Jahreskalender ganz dick angestrichen. „Wir sind von Anfang an dabei“, verriet der Bad Lausicker Klaus Runge, der mit Ehefrau Kerstin und den Schwiegereltern der Kinder vor Ort war. „Das ist meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen.“ Das Fest verfüge über eine tolle Atmosphäre, das Bier sei von hier, und getanzt werde natürlich auch. „Da muss ich nicht nach München zum Oktoberfest fahren. Ich habe mal dort in ein Zelt hineingeschaut, selbst feiern muss ich da aber nicht. Hier liegt es ja nur an uns, etwas daraus zu machen.“

Der 23-jährige Martin Unger besuchte mit seiner Freundin Anica Kitsche das Beuchaer Oktoberfest. „Wir waren im vorigen Jahr zum ersten Mal hier, das war einfach klasse.“ Eine Wiederholung war deshalb ein Muss. Beide hatten sich schon im Vorjahr passend ausgerüstet – mit Dirndl und Lederhose. „Dafür waren wir extra in Leipzig shoppen und hatten auch schnell etwas gefunden.“ Aufs Münchner Oktoberfest zieht es sie nicht. „Dort ist das Bier viel zu teuer, und hier können wir nachher einfach nach Hause laufen.“

Von Bert Endruszeit

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