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Grimma Im alten Pulverturm in Grimma-Süd gibt es jetzt Geld
Region Grimma Im alten Pulverturm in Grimma-Süd gibt es jetzt Geld
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11:11 22.11.2016
Sparkassenservice in Grimma-Süd: Heinz Zimmermann (l., 80) sowie Ingrid und Peter Dittrich (72) probieren schon einmal den Service aus. Quelle: Foto:
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Grimma

Ein rotes S ist seit Montag wieder in Grimma-Süd zu sehen. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Muldental, Holger Knispel, weihte eine Selbstbedienungs-Geschäftsstelle im ehemaligen Pulverturm ein. 70 000 Euro nahm die Sparkasse in die Hand, um den Service auf 20 Quadratmetern Fläche einzurichten. Alles ist hell erleuchtet. Am Eingangsbereich wurde extra eine neue Straßenlaterne installiert. Der SB-Standort ist barrierefrei.

Im Februar gab die Sparkasse Muldental ihren SB-Standort in der Auenpassage am Platz der Einheit auf. Dass der Standort verlassen wurde, lag laut Holger Knispel nicht an dem Geldinstitut. Vielmehr sei mit dem Eigentümer des Gewerbekomplexes keine Lösung gefunden worden. „Da Grimma-Süd zu den hochfrequentierten Standorten zählte, hatte die Geschäftsführung eine Containerlösung ins Kalkül gezogen. Das Geldinstitut konnte jedoch mit Hilfe von Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) neue Räume finden, den Pulverturm. „Es ist ein historisches Gebäude. Wir sind als Stadt froh, dass die Sparkasse sich bereit erklärt hat, es zu sanieren“, sagte Berger. Der vermutlich 1803 gebaute Pulverturm wurde ab 1819 von den Husaren genutzt. Bis zum Ersten Weltkrieg nutzte ihn die Stadt Grimma. Danach lagerte die Garnison Schießpulver darin. In den 1920er Jahren zogen verschiedene Jugendorganisationen ein. Bis 1933 stand das Bauwerk als Wandervogel-Heim zur Verfügung. Im Dritten Reich war das Objekt Heimstätte der Hitlerjugend. Nach 1945 verfiel das Gebäude. 1984 zeigte die Georg-Schwarz-Oberschule Interesse an dem Objekt. Gemeinsam mit dem Chemieanlagenbaukombinat erfolgte die Restauration. Noch zu Beginn des Jahres wurde es vom Bauhof als Lager und Aufenthaltsraum genutzt.

„24 Stunden lang besteht die Möglichkeit, Geld ab zu heben, Kontoauszüge zu holen oder Überweisungen zu tätigen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Dass das Vorhaben umgesetzt werden konnte, dafür sorgte das Architekturbüro Beyer & Lätzsch. „Es musste der Eingang verlegt und der Fußboden gesenkt werden“, erklärte Architekt Marco Lätzsch. Gleichzeitig wurden neue Wege angelegt. Direkt vor dem Objekt entstand ein Kurzzeitparkplatz. „Endlich gibt es wieder einen Selbstbedienungs-Service. Hier wohnen viele Rentner, die einst im Maschinen- und Apparatebau Grimma gearbeitet haben“, sagte Ingrid Dittrich, die schon immer Sparkassenkundin ist. „Schließlich sorgt die Sparkasse dafür, dass das Geld in der Region bleibt. Viele Projekte hat die Sparkasse unterstützt“.

Von Cornelia Braun

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