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Grimma Im lauen Abendwind die Seele baumeln lassen
Region Grimma Im lauen Abendwind die Seele baumeln lassen
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05:00 28.09.2011
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. Im Gepäck jede Menge tolle Erinnerungen an unvergessliche stundenlange Flüge im Aufwind der letzten Alpenbergkette in Richtung Adria. Auch in diesem Jahr hieß das Ziel wieder Meduno am Fuße des Monte-Valinis in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. „Mit seinem auf knapp 1000 Meter Höhe liegenden Startplatz gehört dieser Berg zur ersten Wahl, wenn es um stressfreies Fliegen vom Start bis zur Landung geht", sagt Achim Kretzschmar vom Club und fügt hinzu: „Dies wusste nicht nur das älteste aktive Clubmitglied Horst mit seinen 76 Jahren zu schätzen, sondern auch die beiden Neuzugänge Pascal und Mirko aus Rochlitz. Sie konnten hier jede Menge Erfahrung in der Bergfliegerei sammeln."

Das Interessante an diesem Fluggebiet sind die beiden unterschiedlichen „Motoren" die die Hobbypiloten hoch oben in der Luft am Bergkamm halten. Vom Vormittag bis zum Nachmittag ist es die direkte Thermik, wie sie auch im Flachland, zum Beispiel unter Wolken, zu finden ist. „Da diese Aufwinde flächenmäßig recht klein ausfallen, kann es hier beim Ein- und Ausfliegen schon mal ganz schön zur Sache gehen, denn dort, wo die Luft mit fünf Meter pro Sekunde aufsteigt, muss sie auch wieder ähnlich rasch nach unten", weiß Kretzschmar. In den Abendstunden bläst dann ein konstant kräftiger Wind vom Meer bzw. Flachland her den Berg an. Dann geht es überall am Hang sacht nach oben. „Wenn dann noch der Sonnenuntergang die Berge mit seiner Farbe verzaubert, kommt jeder Genuss-Pilot voll auf seine Kosten und ins Schwärmen", schwärmt auch Achim Kretzschmar.

Zwar ging es den zehn Sportfreunden in erster Linie ums Fliegen und die Gemeinschaft, aber auch das Kennenlernen von Land und Leuten sowie die Pflege von Freundschaften kamen wieder einmal nicht zu kurz. So war der Besuch eines Volksfestes im Nachbarort Toppo ebenso selbstverständlich, wie das allabendliche gesellige Beisammensein mit den Herbergseltern und die Unterstützung bei der Weinlese. Am Ende waren sich wieder alle einig, dass zur Bereicherung des Clublebens auch in 2012 eine solche Tour ins Jahresprogramm gehört.

Wer selbst einmal Höhenluft schnuppern möchte, der ist wieder am ersten Oktoberwochenende zum alljährlichen „Pokalzielfliegen" auf den Wiesen am Colditzer Heimatturm willkommen. Das ist mittlerweile zu einer festen Größe im Terminkalender der Gleitschirmfreunde der Umgebung geworden, die bei diesem Treffen ihr fliegerisches Können messen. Mit Hilfe von mindestens zwei so genannten Schleppwinden werden die Wettkampfteilnehmer an ihren Schirmen nacheinander in die Luft befördert und müssen so nah wie möglich im Zentrum eines Zielkreises landen. Der Sieger wird mit dem Bandmaß ermittelt und nimmt schließlich den Wanderpokal mit nach Hause. Neben diesem spannenden Wettbewerb, besteht natürlich auch Gelegenheit, den mitgebrachten Drachen steigen zu lassen oder auch selbst einmal in luftige Höhe aufzusteigen. Tandempiloten mit und ohne Motorantrieb machen es möglich. So sind mit über 60 km/h Ziele in der näheren Umgebung gut zu erreichen. Das Zielfliegen ist für den 1. Oktober ab 10 Uhr geplant. Sollte es regnen oder der Wind zu stark blasen, ist noch für den 2. und 3. Oktober je ein Anlauf geplant. Für das leibliche Wohl wird am Wettkampftag gesorgt. Natürlich sind auch die Gästeflüge wetterabhängig. Diese werden jedoch an allen drei Tagen nach Voranmeldung (Tel. 03435/94 73 41) angeboten. In der Hoffnung, dass sich nicht nur die Bäume sondern auch der Himmel über dem Heimatturm am verlängerten Wochenende von seiner farbenfrohen Seite zeigt, freut sich der Colditzer Gleitschirmclub bereits jetzt auf seine Gäste.

Ines Alekowa

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