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Grimma In Naunhof Investitionen trotz straffer Zügel
Region Grimma In Naunhof Investitionen trotz straffer Zügel
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15:30 19.05.2015

Zwar hat der Vergabeausschuss momentan nicht allzu viel zu tun und trifft sich nur recht selten. Dank der zugesagten Landeshilfen können aber die Schäden beseitigt werden, die der vergangene Winter hinterlassen hat. Außerdem gibt es Wiederaufbaumittel nach dem Juni-Hochwasser, die sogar höher ausfallen, als sie die Stadt beantragt hat. Und nicht zuletzt packt die Bahn ihre Vorhaben an, weshalb ab heute die Übergänge in der Großsteinberger und Waldstraße gesperrt sind.

"Wir haben nach dem schweren Winter alle Schadstellen auf den Straßen, auch die in den Ortsteilen, aufgenommen", erklärt der Naunhofer Bauamtsleiter Thomas Hertel. Für die Reparaturen habe der Freistaat Fördermittel in Höhe von 66 000 Euro bereitgestellt, die die Kommune mit 25 Prozent der Summe (16 500 Euro) aufstocken musste. "Der Betrag, den wir erhalten haben, soll allerdings für 2013 und '14 reichen. Im nächsten Jahr bekommen wir wahrscheinlich nichts", hält Hertel fest.

Die Sanierung von Rissen sei bereits erfolgt. "In Lindhardt haben wir schon die Schwarzdecken hergestellt", so der Bauamtsleiter. "Jetzt kommen die anderen Ortsteile der Reihe nach dran. Zum Schluss folgt die Stadt Naunhof." Dort müsse sich die Firma Arzberg, die den Gesamtauftrag erhalten habe, besonders um die Wiesenstraße kümmern, die großflächig auszubessern sei. Hertel: "In diesem Zuge reparieren wir auch die Zufahrt zum Feuerwehr-Gerätehaus."

Ganz ohne Eigenmittel kann die Beseitigung der Flutschäden in der Oberschule, im Jugendhaus Oase 26 und in der Kindertagesstätte Seepferdchen erfolgen. Bund und Land zahlen 100 Prozent der Kosten. In zwei Fällen darf sich die Stadt sogar über mehr Geld freuen, als sie sich erhofft hatte.

Statt der erbetenen 120 000 Euro für die Oberschule gibt's 150 000 Euro. Beim Starkregen am 20. Juni war Wasser ins Kellergeschoss gelaufen. Dort muss ein neuer Fußboden verlegt werden. Auf der Rückseite werden im Freien die Einläufe erneuert, da sich zeigte, dass es zu wenige davon gibt und diese obendrein defekt sind. Außerdem sollen auf der Wetterseite neue Fenster ins Kellergeschoss eingesetzt werden. Hertel: "Das hatten wir eigentlich auf allen Etagen vor, doch dafür hätte der Stadtrat die vorgeschlagenen Grundstücksverkäufe bewilligen müssen."

Anfang Juni hatte das Jugendhaus Oase 26 Schaden genommen. Dort muss der Fußboden ausgewechselt werden. Außerdem hat der Maler einiges zu tun. Ein Damm soll zum unbebauten Grundstück rechterhand aufgeschüttet werden, damit das Parthewasser von dort aus nicht mehr ins Gebäude dringen kann. Die Stadt hatte für alles zusammen 50 000 Euro beantragt und erhält laut Hertel 61 500 Euro.

Für die Kita Seepferdchen decken sich beantragte und eingetroffene Summe: 30 000 Euro. Dort waren ein Zimmer schwer und andere leicht vom Hochwasser betroffen. Den Fußbodenbelag hat die Stadt schon erneuern lassen.

Die Bahn macht mobil, zumindest was die Bagger betrifft, die ab heute die beiden Übergänge erneuern, die an das Elektronische Stellwerk angeschlossen werden sollen. Reisende müssen hingegen, wie berichtet, auf Busse im Schienenersatzverkehr umsteigen. Auf Kraftfahrer kommen zum Teil großräumige Umleitungen zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2013
Pfeifer, Frank

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