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Grimma In Naunhof werden die besten Vorleser gekürt
Region Grimma In Naunhof werden die besten Vorleser gekürt
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13:11 11.02.2019
Siegerin wurde Ayleen Hammer (3.v.l.) vom Internationalen Gymnasium Geithain, auf den Rängen folgten Maya Gierich vom Freien Gymnasium Borsdorf und Matthias Kühn vom Grimmaer Gymnasium. Quelle: Bert Endruszeit
Naunhof

Gute Betonung, ein wenig Schauspielkunst und Leidenschaft fürs Buch: Das sind die Zutaten, mit denen sich ein Lesewettbewerb gewinnen lässt. Am Sonnabend ging in Naunhof der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels über die Bühne. Unter den strengen Augen einer Jury aus Pädagogen, Verlagsleuten, Hochschullehrern und dem Naunhofer Bürgermeister präsentierten die jungen Leute ihre Lieblingsbücher. Im Anschluss galt es einen bisher unbekannten Text vorzutragen.

Vorlesen vor großer Kulisse in Naunhof

„Ein Buch pro Woche lese ich schon“, verriet Luise Kirchhoff, die für die Markkleeberger Rudolf-Hildebrand-Schule antrat. „Es ist schon ungewöhnlich, vor so vielen Menschen zu lesen. Beim Schulausscheid saßen ja gerade mal zehn Leute im Publikum.“ Auch Leni Borchert aus dem Zwenkauer Regenbogengymnasium sieht sich als richtige Leseratte. „Wenn ich mich in einem Buch verfange, dann kann ich gar nicht mehr aufhören.“ Matthias Kühn vom Grimmaer Gymnasium St. Augustin liest am liebsten Krimis. Er gehörte beim Wettbewerb zu einer Minderheit – Jungs waren Mangelware. „Ich war heute sehr nervös, da hilft leider kein Training.“

Die besten Vorleser haben sich am Samstag zum Finale in Naunhof versammelt.

Die Teilnahme am Kreisausscheid ist immer auch ein ganz besonderer Leistungsbeweis. „Meine Tochter hatte in der Grundschule große Schwierigkeiten beim Lesen“, erinnerte sich Silke Möhring. „Doch wir haben etwas getan und viel gemeinsam geübt.“ Die Mühe zahlte sich aus. „Heute ist Nelly beim Kreisausscheid dabei. Ich bin sehr zufrieden“, so die Trebsenerin.

Experten betonen Pflege des Sprachschatzes

Von den Vorleseleistungen zeigte sich Angelika Snicinski-Grimm sehr angetan. Sie gehörte als Regionalleiterin des Vereins Deutsche Sprache zur Jury. „Schön ist, dass viele Geschichten aus dem Alltag behandelt wurden. Früher wurden viel mehr Fantasy-Bücher vorgestellt. Jetzt setzen sich die Kinder ganz bewusst auch mit Problemen von Gleichaltrigen auseinander.“ Das Lesen von Büchern bleibe gerade im digitalen Zeitalter wichtig. „Die Sprache ist in Büchern oft viel feiner als in den modernen Medien. Die Vielfalt des Sprachschatzes ist größer.“

Knappe Entscheidung der Jury

Die Entscheidung der Jury fiel letztendlich sehr knapp aus. Siegerin wurde Ayleen Hammer aus dem Internationalen Gymnasium Geithain, Zweite wurde Maya Gierich vom Freien Gymnasium Borsdorf. Auf den dritten Platz kam Matthias Kühn vom Grimmaer Gymnasium.

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Eine Teilnehmerin hätte um ein Haar buchstäblich draußen bleiben müssen. Ihr Vater wollte nur noch schnell sein Auto umparken und stand dann vor verschlossener Tür. Der Grund: Aus Angst vor möglichen Garderobendieben blieb die Eingangstür nach Beginn der Veranstaltung zu. Nach einer bangen Wartezeit öffnete sich dann doch noch die Tür für Vater und Tochter. Naunhofs Bürgermeister Volker Zocher sah darin kein Problem. „In der Oper bleiben die Türen ja auch nach Beginn der Vorstellung geschlossen.“

Von Bert Endruszeit

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