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Grimma In Nischwitz Rückzugsraum für Rebhühner
Region Grimma In Nischwitz Rückzugsraum für Rebhühner
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05:00 09.10.2010
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ologie, befindet sich in Lüptitz am Spitzberg. Auch in Canitz treten die Vögel auf, die durch drastische Bestandseinbrüche in Sachsen sogar vom Aussterben bedroht sind. Damit die Vögel auch in Zukunft in der Region zu finden, hilft die Agrargenossenschaft Nischwitz nun mit einer Aktion: Mit einem Blühstreifen von

1,6 Kilometern beteiligt sie sich an einem landesweiten Schutzprojekt des Freistaates, das von der Sächsischen Vogelwarte Neschwitz betreut wird.

Ackerrandstreifen sollen Rebhühnern als Rückzugsraum entlang von Wegrändern dienen. Hier legen die Hennen von April bis Mai zehn bis zwanzig Eier ab, die etwa 25 Tage bebrütet werden. In der Hoffnung, dass sich hier die taubengroßen Vögel mit ihrem perfekt getarnten graubraunen Federkleid ansiedeln, ließ der Landwirtschaftsbetrieb zwischen Nischwitz und Lüptitz einen 18 bis 20 Meter breiten Streifen brach liegen.

Genau vor einer Woche nun konnte sich Kunze bei einem seiner regelmäßigen Kontrollgänge an diesem Blühstreifen das charakteristische Knarzen der Rebhühner vernehmen. „Die Vögel orientieren sich jetzt im Gelände und wir können nur hoffen, dass sie den Streifen auch zur Brut nutzen", betont der Fachmann. Damit sollen die isolierten Vorkommen in Lüptitz und Canitz vernetzt werden.

Es wäre aus seiner Sicht sehr wünschenswert, wenn sich noch mehr Landwirte dem geförderten Bodenbrüterprojekt des Freistaates anschließen würden. Für Mehraufwand und Ertragseinbußen auf den für fünf Jahre brach liegenden Flächen, so Kunze, erhalten die Landwirte einen finanziellen Ausgleich.

Mit dem Schutzprojekt soll am Beispiel von Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche erprobt werden, wie sich Artenschutz in die landwirtschaftliche Praxis einbeziehen lässt. „Oft genügen einfache Maßnahmen auf kleinen Flächen, um die Bedingungen in den Lebensräumen der Arten so zu verbessern, dass sich die Bestände erholen können", sagt Kunze.

Mit sogenannten Kiebitz-Inseln, Feldlerchen-Fenstern und Brachestreifen für das Rebhuhn könne erreicht werden, dass die Vogelarten hier brüten und sich ihre Bestände auch auf lange Sicht in Sachsen wieder deutlich stabilisieren.

Ingrid Leps

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