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Grimma In Öl und Aquarell
Region Grimma In Öl und Aquarell
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05:00 25.07.2011
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. Er selbst konnte nicht mehr dabei sein, der national und international renommierte Maler, Grafiker und Restaurator verstarb vor genau einem Jahr.

Umso mehr freute sich der Förderkreis für Kunst und Kultur, allem voran deren Mitglieder Rudolf Priemer und Holger Vogt, über das Zustandekommen dieser Exposition. Beide kannten den Künstler – Priemer gar von Kindesbeinen an – und nahmen mit der Witwe Susanne Decker Kontakt auf, die in Dresden lebt. Dort arbeitete der Künstler bis zuletzt, hatte aber seine Kinderstube in Döben zu stehen, wo er geboren wurde.

Dass Susanne Decker nur ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes der Exposition zustimmte, ja sogar mit einer Vorauswahl der Bilder aktiv unterstützte, helfe ihr, „das Geschehene zu verarbeiten und den Verlust zu überwinden". Eng an ihrer Seite stand und steht Gunter Jacob. Nicht nur ein langjähriger Kollege von Decker, sondern auch Freund der Familie und sogar Hausnachbar. Und oft hätte er mit Decker zusammen am gleichen Ort das gleiche Motiv gemalt. Wohl kaum ein anderer könnte das Wirken und Schaffen des Künstlers besser würdigen, wie es Jacob mit seinen Worten tat, um die Ausstellung zu eröffnen.

Mit der aber auch die Gelegenheit genutzt werden sollte, den Maler von einer anderen künstlerischen Seite zu zeigen. Denn er sei zwar mehr für die Ölmalerei bekannt gewesen, aber Aquarelle hätten bei ihm immer eine große Rolle gespielt. „Seine Aquarelle liegen in den Schubladen und wurden viel zu selten gezeigt. Dabei waren sie für ihn immer die erste Notiz vor der Landschaft gewesen, während Ölbilder nach seinen Skizzen, die er auf den vielen Studienreisen anfertigte, stets im Atelier entstanden", weiß Jacob. Aquarelle oder Ölbilder – für Decker seien das alles Themen gewesen, die aber erst mit der Vielzahl an Zeichnungen und Skizzen sein wahres künstlerisches Gesamtwerk widerspiegeln würden, meinte Jacob mit gebührendem Respekt.

Während er aber am Rande der Vernissage sagte, dass die Präsentation der Bilder keine „Gedächtnisausstellung" sein soll, wollte es Holger Vogt als eine retrospektive Ausstellung verstanden wissen. „Ich war überrascht von der Fülle seiner Arbeiten, als wir in Dresden die Werke für die Ausstellung gesichtet haben. Aber wir haben bei der Bildauswahl Wert darauf gelegt, dass nicht nur die altbekannten Grimma-Reminiszenzen kommen." Obwohl Decker in seinem kulturellen Gedächtnis besonders das Schloss Döben aufbewahrt habe, indem er es malte, bevor es gesprengt wurde und natürlich auch danach. Aber zu diesem Thema, so erinnerte Vogt daran, gab es schon im Jahre 2006 eine Ausstellung in Grimma. Denn Decker habe immer die Beziehung zu seiner Heimat gesucht „und auch gehabt", sagte Vogt. Als ein Beispiel dafür nannte er eine seiner Ausstellungen in Dresden, „da ist Fritze Decker aufgetaucht, was mich selber überraschte."

Frank Schmidt

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