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Grimma Inklusionsassistenten helfen an Grundschulen
Region Grimma Inklusionsassistenten helfen an Grundschulen
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09:20 13.09.2018
Gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne Handicap – Inklusionsassistenten in Borna und Grimma helfen dabei. Quelle: dpa
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Landkreis Leipzig

Seit August findet das Projekt „Inklusion und Schule“ an den Grundschulen „Bücherwurm“ in Grimma-West sowie Borna-West statt. Träger ist das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW), welches durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und durch den Freistaat finanziert wird. Auch andere Grundschulen im Landkreis Leipzig nehmen an entsprechenden Projekten anderer Initiatoren teil.

Assistenten stärken Schüler mit Lernförderbedarf

An den Schulen arbeitet jeweils eine Inklusionsassistentin. Sie stärkt Kindern mit oder ohne Behinderung sowie erhöhtem sozialpädagogischen Unterstützungsbedarf, damit sie gleichberechtigt und selbstbestimmt ihren Bildungsweg gehen können. Präventiv unterstützen die Inklusionsassistenten auch Schüler, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf entstehen könnte, so Ronny Kriz vom BSW. Damit würden ihre Chancen steigen, die Schule erfolgreich zu absolvieren.

Viele Schüler haben Schwierigkeiten, sich im Schulalltag zurecht zu finden und sind in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung sehr verschieden, schildert das BSW. „Vor allem bei der Entwicklung von Lern- und Sozialkompetenzen brauchen viele Schüler zusätzliche Hilfe.“ Einige Schüler haben Probleme beim Lernen, sich zu konzentrieren, den Lernstoff aufzunehmen oder Aufgaben umzusetzen. Der Inklusionsassistent leistet Einzelfallhilfe für diese Schüler im Unterricht. Er motiviert, hilft und unterstützt bei der Bewältigung der Aufgaben, außerdem vermittelt er Lernstrategien.

Individuelle Hilfe auch nach dem Unterricht

Hoher Unterstützungsbedarf zeigt sich auch im sozial-emotionalen Bereich. Betroffene Kinder werden durch den Inklusionsassistent so gefördert, dass sie gemeinsam im Klassenverband lernen können. Je nach Bedarf gibt es auch nach dem Unterricht individuelle Hilfe: Die Palette reicht hier von Konzentrationstraining, Übungen zur Konfliktbewältigung bis zur Stärkung des Selbstbewusstseins.

„Die zusätzliche Förderung wird von den Kindern und den Eltern gut angenommen“, zieht Kriz ein erstes Fazit. Auch für wissenschaftliche Flankierung ist gesorgt: Die Professur Allgemeine und Biopsychologie der TU Chemnitz begleitet das Projekt. Kriz: „Die Erfahrungen der beiden Inklusionsassistenten zeigen, dass die Schüler motivierter, selbstständiger und selbstbewusster im Unterricht lernen und mitarbeiten. Schulische Leistungen sowie Sozialkompetenzen konnten gefestigt und verbessert werden.“ Das Programm läuft noch bis zum Jahr 2021. So lange ist die Finanzierung gesichert.

Von Simone Prenzel

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