Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Ins Tebsener Seniorenheim sollen Anfang Juni erste Bewohner einziehen
Region Grimma Ins Tebsener Seniorenheim sollen Anfang Juni erste Bewohner einziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 20.03.2017
Kai Scharf von der Heizungstechnik Waldheim GmbH baut in den Bädern der Wohnungen die Toilettenbecken an. Quelle: Thomas Kube
Anzeige
Trebsen

Sie weiß, sie stellt sich ein sportliches Ziel. Jana Berentzik möchte das neue Seniorenwohn- und Pflegezentrum an der Seilergasse am 1. Juni bezugsfertig haben. Die Verwaltungsleiterin Sachsen des gemeinnützigen Vereins Internationales Bildungs- und Sozialwerk, der das Vorhaben stemmt, muss den Termin unbedingt halten. Deshalb klotzen die Handwerker jetzt ordentlich ran.

Wegen des harten Winters war es schon zu drei Wochen Verzug im Bauplan gekommen. Bei den eisigen Temperaturen ließ sich kein Estrich einbringen, und auch das Fassadendämmen musste unterbrochen werden. „Ursprünglich wollten wir im Mai eröffnen, nun sind wir schon bei Anfang Juni“, sagt Berentzik. „Später darf es nicht werden, denn es gibt eine so große Nachfrage nach Plätzen.“

Am weitesten sind die Arbeiten im zweiten Obergeschoss fortgeschritten. Die Zimmer der Bewohner wurden tapeziert, es liegt der Kunststoffboden mit Laminatoptik, in den gefliesten Bädern müssen die Klempner nur noch die Toiletten- und Waschbecken anbringen. In der Etage darunter ist weit mehr zu tun, und im Erdgeschoss sieht manches noch fast nach Rohbau aus. Jana Berentzik, die auch für den Heimneubau in Wermsdorf verantwortlich war, gibt sich entspannt: „Auch dort fragte ich mich kurz vor dem Fertigstellungstermin, wie alles pünktlich zu schaffen sein soll. Aber es ging.“ Die Firmen von dort – übrigens zumeist aus der Region – hat sie zum Großteil wegen der guten Erfahrungen auch für Trebsen verpflichtet.

Das Konzept sieht jeweils einen Wohnbereich auf den drei Etagen vor. In der Mitte befindet sich eine Nische mit gemütlicher Sitzecke, von der aus zwei Gänge zu den Zimmern führen. „Wir nennen sie Straßen und wollen ihnen auch Straßennamen von Trebsen geben“, erläutert Berentzik, die das Haus künftig leiten wird. Die Wohnbereiche werden unterschiedlich farblich und thematisch gestaltet. Eine Etage widmet sich mit Bildern dem Schloss, eine der Mulde und eine der Papierfabrik. Das soll den älteren Menschen die Orientierung erleichtern.

Die Zimmer sind mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet und verfügen über geräumige Bäder mit Fenstern. Entspannungsraum, Friseurstübchen, Zimmer für die Heimleitung, Pflegedienstleitung und den sozialen Dienst, Pflegebäder, Personal- und behindertengerechte Besuchertoiletten, Wohnküchen fürs gesellige Beisammensein, eine Gute Stube und eine Cafeteria – Jana Berentzik findet, dass an alles gedacht wurde.

Die Zimmer werden komplett möbliert angeboten. Wer seine eigene Einrichtung mitbringen möchte, kann das tun – dann wird das hauseigene Inventar im Keller gelagert. Wie viel ein Platz kosten wird, steht noch nicht fest. „Die Verhandlungen laufen gerade mit den Pflegekassen. Unser Ziel ist es aber, auf die regional gängigen Preise zu kommen“, versichert Berentzik.

Bezogen werden soll das Haus nach und nach bis es, wie sie schätzt, nach einem Dreivierteljahr voll belegt sein wird. Anmeldungen nimmt sie gern entgegen. Ebenso Personalbewerbungen. Die ersten Mitarbeiter sollen im April im Wermsdorfer Heim eingearbeitet werden.

Das Seniorenzentrum, das 68 Bewohnern Platz bieten und zu dem ein Garten mit Wegen und Hochbeeten gehören wird, finanziert das Internationale Bildungs- und Sozialwerk selbst. „Wir bauen ohne Fördermittel, stecken rund sieben Millionen Euro in den Standort“, sagt Jana Berentzik. „Was uns aber fehlt, ist noch ein Name für das Haus. Wer einen Vorschlag hat, kann sich gern unter der E-Mail-Adresse berentzik@int-bsw.de an mich wenden.“

Von Frank Pfeifer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Förderverein der Klingaer Freiwilligen Feuerwehr hat 89 Mitglieder und bereitet den 20. Geburtstag des Vereins vor. Dieser soll mit dem 80. Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr im August gefeiert werden.

19.03.2017

Die bunte Palette der regionalen Produkte kam bei den Besuchern des Frischemarktes in der Grimmaer Klosterkirche zum Auftakt der diesjährigen Markt-Saison gut an. Einige Unternehmen verkauften ihre Produkte in Kürze. Es gab auch Anregungen für leckere Rezepte für Produkte aus der Region.

19.03.2017

Lockerungen bei der Bildungsempfehlung haben nicht zu einem Ansturm auf die Gymnasien im Landkreis Leipzig geführt. Die meisten Eltern vertrauen weiter auf die Einschätzung der Grundschullehrer, ob ihr Kinder eher eine Oberschule oder ein Gymnasium besuchen sollte.

18.03.2017
Anzeige