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"Ist alles wahr, was in der LVZ steht?"

"Ist alles wahr, was in der LVZ steht?"

Zeitungsfrühstück in der Grundschule Hohburg: Etwa 40 Schülerinnen und Schüler haben gestern zum Auftakt der Aktion "Zeitungsflirt" die aktuelle Ausgabe der LVZ studiert - und Volontärin Lisa Berins mit Fragen gelöchert.

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Butterbrot und Zeitung: So sah gestern das Frühstück zum Auftakt der LVZ-Aktion "Zeitungsflirt" an der Grundschule Hohburg aus. Bis Ostern werden die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen jeden Tag im Deutschunterricht die Zeitung lesen - und sich auch selbst als Reporter ausprobieren.

Quelle: Andreas Röse

Lossatal/Hohburg. Wie oft wird die Zeitung am Tag gedruckt? Wie viel kostet eine Zeitung? Wie viele Leute arbeiten an einer Ausgabe? Welche Berufe gibt es bei der Zeitung? Muss man den Beruf Journalist erlernen? Diese und noch viele, viele weitere Fragen stellten die Kinder der Klassen 4a und 4b gestern Morgen vor der ersten Unterrichtsstunde. Ab heute bis Ostern werden sie an jedem Wochentag die Zeitung lesen, die ihnen die LVZ für das Schulprojekt kostenfrei liefert. "Wir werden im Deutschunterricht Artikel auswerten, und jedes Kind soll auch ein Lesetagebuch führen", sagt Beate Scheeler, Fachlehrerin für Deutsch und Klassenlehrerin einer dritten Klasse.

Auf das Projekt haben sich die Schüler schon eifrig vorbereitet: In einer Unterrichtsstunde gestalteten sie bereits bunte Deckblätter für ihre Schnellhefter. Die liegen beim Zeitungsfrühstück nun neben den Butterbrotdosen auf dem Tisch. Die Stifte haben die Kinder auch schon gezückt. Viertklässler Nick, der die Moderation übernommen hat, läuft mit einem Mikrofon von Tisch zu Tisch - viele möchten ihre Fragen stellen. Für die Bemme in der Butterbrotdose bleibt da erst einmal keine Zeit.

"Die Kinder haben sich die Fragen selbst überlegt", sagt Scheeler. Sie reichen von der Struktur und der Geschichte der Zeitung über persönliche Berufserfahrungen und die Bezahlung.

Einiges konnten die Kinder dann auch selbst beantworten: "Wie viele Seiten hat die Zeitung?", fragt ein Junge an einem vorderen Tisch. Schwupps hat Nick ihm die Zeitung gebracht, die schnell durchgeblättert wird: 36 Seiten sind es heute! Doch mit solchen einfach zu lösenden Problemen ließen es die Kinder nicht bewenden: "Ist alles wahr, was in der Zeitung steht?", fragt eine Schülerin neugierig. "Wir geben uns allergrößte Mühe, alles genau nachzuprüfen", lautet die Antwort. "Wie halten Sie die Informationen fest?", wird aus einer anderen Ecke des Speiseraums gefragt. Eine ganz praktische Frage, die aus gutem Grund gestellt wird: "Wir bekommen in dieser Woche ja auch Besuch von der Lossataler Reiterin Laura Schoechert", erzählt Scheeler mit sichtlicher Begeisterung. "Dann müssen die Kinder selbst ein Interview führen - und natürlich auch selbst Notizen machen." Als Reporter hätten sie sich sogar schon aus eigenem Antrieb geübt: Gegenstand der Recherche war Ex-Kunstradfahrerer, Handballlehrer und freier LVZ-Mitarbeiter Wilko Finke. Über ihn möchten die Kinder nun ihren ersten einen eigenen Bericht verfassen.

Den Nachwuchsjournalisten wäre somit der Grundstein für eine Karriere gelegt. Und die nötige journalistische Neugier ist ja sowieso schon lange da: Mit dem Ausfragen hat es beim Zeitungsfrühstück schon hervorragend geklappt.

 

 

Mädchen und Jungen als Reporter gefragt

 

 

Der Startschuss erfolgte gestern, doch viel mehr als die 40 Schülerinnen und Schüler aus Hohburg flirten momentan mit der LVZ. Insgesamt 32 Klassen aus 13 Grundschulen - von Hausdorf bis Püchau, von Grimma bis Wurzen - nehmen an der Aktion "Zeitungsflirt" teil. Acht Wochen lang erhalten alle Teilnehmer, auch dank der Unterstützung des Optiker-Unternehmens Fielmann, täglich kostenlos eine LVZ.

Ziel des Projektes ist es, schon jüngere Jahrgänge an die Medienwelt heranzuführen, schon Grundschülern Tipps zu geben, wie sie sich aus den Massen von Informationen zuverlässige herausfiltern. Die Kinder lernen auch, die Zeitung gezielt zu benutzen und das Passende für ihre jeweilen Interessen herauszufiltern. Dazu wurde den Lehrerinnen und Lehrern umfangreiches Material zur Verfügung gestellt.

Der flirtende Nachwuchs soll allerdings nicht nur konsumieren, was in der LVZ steht. Die Mädchen und Jungen sind auch aufgerufen, selbst zu Reportern zu werden und eigene Berichte zu erstellen. Die Themenpalette ist dabei unbegrenzt. Sie können den Schulleiter interviewen, wann der Schulhof noch attraktiver gestaltet wird, oder ihre Mitschüler, welche Berufswünsche sie haben. Sie können ihr Schulessen unter die Lupe nehmen oder auch vom Ablauf des Flirtprojektes berichten. Und immer können Fotos dabei sein. Die LVZ wird auf Sonderseiten Artikel aus Schulen veröffentlichen. Am besten einfach per Mail schicken an muldentalzeitung@lvz.de. Falls es dazu Fragen gibt: Tel. 03425/902930.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2014
Lisa Berins

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