Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Jagdunfall in Höfgen: Waffe und Projektil werden untersucht
Region Grimma Jagdunfall in Höfgen: Waffe und Projektil werden untersucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:48 14.06.2017
Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt weiterhin nach dem tödlichen Jagdunfall in Höfgen. (Symbolfoto) Quelle: Bernd Gartenschläger
Grimma/Höfgen

Der tödliche Jagdunfall des langjährigen Wirts der Höfgener „Schiffsmühle“, Steffen Sörnitz (67), löste im Familien- und Freundeskreis große Bestürzung aus. Nach der Trauerfeier auf dem Grimmaer Friedhof wurde seine Urne jetzt im Höfgener Familiengrab beigesetzt.

Wie berichtet, kam der erfahrene Jäger in jener Nacht des 15. Mai von der Pirsch nicht nach Hause. Thomas Sörnitz (46) fand seinen Vater am nächsten Morgen leblos neben dem erlegten Wild. Er geht davon aus, dass sein Vater, sonst ein guter Schütze, den starken Rehbock nicht tödlich traf, dieser nur benommen war. „Daraufhin hat mein Vater wohl versucht, ihm mit der Flinte den Gnadenstoß zu verpassen. Dabei muss sich versehentlich der Schuss gelöst und ihn selbst in der Bauchgegend getroffen haben.“

Gegenwärtig geht auch die Staatsanwaltschaft Leipzig von einem Unfall aus. Die angeordnete Obduktion sei durchgeführt worden, ihrer Behörde sei bislang aber nur ein vorläufiges Gutachten zugegangen, sagte am Mittwoch Staatsanwältin Jana Friedrich: „Danach ist der Tod infolge einer Schussverletzung eingetreten.“ Diese Einschätzung sei als vorläufiges Ergebnis anzusehen, da erst nach Abschluss der ebenfalls angewiesenen chemisch-toxikologischen Zusatzuntersuchungen und der daraus zu gewinnenden Erkenntnisse eine abschließende Beurteilung möglich sei. „Die Resultate dieser Zusatzuntersuchungen stehen noch aus“, so Friedrich.

Betrieb in der Schiffsmühle läuft weiter

Thomas Sörnitz hofft, dass die Ermittlungen ein möglichst baldiges Ende finden und die Familie einen Schlussstrich unter den tragischen Tod ihres Angehörigen ziehen könne. Er dankte Trauerrednerin Kathleen Raschke-Maas und all jenen, die seinem Vater am Grab die letzte Ehre erwiesen hatten: „Die Anteilnahme war riesig. Es kamen rund 400 Menschen auf den Friedhof. Auch Gäste in Restaurant und Hotel sprachen uns ihr Mitgefühl aus.“ Der Betrieb in der Schiffsmühle laufe den Umständen entsprechend normal weiter, sagt der Chef von 45 Beschäftigten.

Nach LVZ-Recherche hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile eine kriminaltechnische Untersuchung der Waffe und des sicher gestellten Projektils in Auftrag gegeben. Laut Staatsanwältin Friedrich soll ein Sachverständiger klären, ob das Projektil aus der aufgefundenen Waffe stammt und wie es zum Schuss kam. Dennoch, betont Staatsanwältin Jana Friedrich, hätten die bisherigen Ermittlungen keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben. Vor einer abschließenden Beurteilung seien aber zwingend die Ergebnisse der im Rahmen der Obduktion angeordneten Zusatzuntersuchungen und die Resultate der kriminaltechnischen Analyse abzuwarten.

Von Haig Latchinian

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Obstland Dürrweitzschen AG will ihre Anbauflächen verdoppeln, auf denen Bio-Produkte wachsen. Bisher bewirtschaftet das Obstland-Unternehmen Bio-Obst GmbH rund 313 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Es sollen Bio-Winter- und Sommergetreide sowie Bio-Mais und Bio-Sonnenblumen angebaut werden.

14.06.2017

Der Technische Ausschuss des Stadtrates Grimma hat dem Bauantrag für den Super- und Drogeriefachmarkt auf dem Gelände des jetzigen Jahnstadions zugestimmt. Das Planerbüro bestätigt, dass Rewe und die Drogeriekette dm für die Märkte als Mieter gebunden sind. Investor ist Klaus Landau aus Kleinmachnow bei Berlin. Bei optimalen Verlauf könnte im September Baustart sein.

13.06.2017

Ein Hauch von Hollywood herrschte in der Mutzschener Grundschule. Die Jungen und Mädchen der Klassenstufe 2 betätigten sich als Filmemacher. Material für ihre Kurzfilme, Reportagen, Interviews und Nachrichtensendungen fanden sie vor der Haustür.

13.06.2017