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Jahn-Stadion in Grimma weicht Stück für Stück und macht Platz für neuen Rewe-Markt

Rückbau Jahn-Stadion in Grimma weicht Stück für Stück und macht Platz für neuen Rewe-Markt

In Grimma hat der Rückbau des Jahn-Stadions begonnen, um dem neuen Rewe-Markt Platz zu machen. Lampen und Masten werden demontiert – und wieder verwendet.

Auf dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion hat der Rückbau begonnen, um dem neuen Rewe-Markt Platz zu machen. Zuerst werden die sechs Flutlichtmasten samt Scheinwerfer und Trägerelemente demontiert. Feuerwehr und Dachdeckerfirma Heine stellen dafür Technik zur Verfügung und helfen damit Kosten zu sparen.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. In Grimma hat der Rückbau des Jahn-Stadions begonnen, um dem neuen Rewe-Markt Platz zu machen (LVZ berichtete). Erst am vergangenen Wochenende hatte der FC Grimma auf diesem Platz einen beeindruckenden 5:0-Sieg (2:0) gegen BSC Rapid Chemnitz errungen. Das allerletzte Punktspiel auf diesem Kunstrasenplatz hätte mehr als nur die offiziell gezählten 47 Zuschauer verdient.

Trotz geschwollener Brust nach dem Sieg herrschte am Tag danach Katerstimmung, als mit der Demontage der Flutlichtanlage begonnen wurde. Und auch das Wetter passte irgendwie zum Gemütszustand der Akteure – der Himmel weinte. Dennoch: „Bei aller Wehmut bin ich froh, dass unser seit Monaten ausgetüftelter Plan aufgegangen ist, die Lampen und Masten so zu demontieren, dass sie wieder verwendet werden können“, sagt Egon Pape vom Vereinsvorstand und zeigt sich „verdammt dankbar“ über die Unterstützung Dritter.

Allen voran die Metallbaufirma Bodo Hantschmann aus Schkortitz, die eine technische Lösung gefunden hat und selbst anwendet, mit der die Masten so zurückgebaut werden, dass sie am neuen Standort wieder aufgestellt werden können. Gleiches gilt für die acht Scheinwerfer pro Mast. Außerdem ist die Dachdeckerfirma Heine aus Grimma mit einem Autokran zur Stelle, um die demontierten Traversen mit den Halogenstrahlern aufzunehmen und sicher am Boden abzulegen.

Zuvor aber waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrer Drehleiter in Aktion getreten. Ihr Job bestand darin, in etwa zehn Meter Höhe die Teile voneinander zu trennen und die Kabelstränge sicher aus den Masten herauszuziehen.

Die Kosten nur für den Rückbau der Flutlichtmasten vermag Pape nicht genau zu beziffern. „Die Firma Heine hilft uns als Sponsor und macht das ebenso für den Verein wie die Metallbaufirma. Und die Feuerwehr ist Sache der Stadt, von da kommt auch keine Rechnung“, weiß Pape. Aber abzuschätzen sei, dass dank der Wiederverwendung der Masten um die 30 000 bis 35 000 Euro gespart werden. „Das ist für uns sehr viel Geld“, fügt Pape an. Und damit wagt er schon einen Blick in die Zukunft. „Für den Wiederaufbau am neuen Standort haben wir einen Förderantrag gestellt, der auch schon genehmigt wurde. Darin sind Kosten fixiert, um einen Teil der alten Halogenscheinwerfer gegen moderne LED-Lampen auszutauschen. Das können wir finanziell stemmen und würden etwa ein Drittel an Energiekosten sparen, insbesondere im normalen Spiel- und Trainingsbetrieb, wo die 200 Lux durch LED-Lampen ausreichen. Für Punktspiele aber sind 400 Lux gefordert, die wir aus Kostengründen nicht komplett mit LED-Lampen erzeugen können. Deshalb gibt es dann einen Mix aus Halogen- und LED-Licht“, erklärt Pape. Aber das ist noch Zukunftsmusik, denn das neue Stadion muss erst einmal gebaut werden. Derweil konzentrieren sich die Rückbauarbeiten auch auf das Entfernen des Kunstrasens, die Demontage der Coach-Zonen und Teile der Stadioneinfriedung. Anfang Januar schon rücken die Bagger für den Tiefbau an, weiß Pape.

Von FRANK SCHMIDT

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