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Grimma Japaner spenden Konzert-Erlös für Grimma
Region Grimma Japaner spenden Konzert-Erlös für Grimma
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15:20 19.05.2015
Internationales Flair: Das "Asahino Brass Orchester" aus Japan nahm am 7. Musikantentreffen 2011 in Grimma teil. Stadtmusikdirektor Reiner Rahmlow freut sich, dass sie auch 2014 mit von der Partie sein wollen. Doch zuvor unterstützen die japanischen Musiker die von der Flut betroffenen Orchestermitglieder von Grimma. Quelle: privat

Das letzte erfolgte 2011 und das nächste ist vom 12. bis 14. September 2014 geplant. Als die Juni-Flut sich ereignete, fragten viele internationale Orchester nach, ob sie helfen können.

"Wir erhielten die Erlöse von Konzerten, die die Stendaler Stadtmusikanten, das Blasorchester Waldböckelheim 1984 und das Asahino Brass Orchester aus Japan gegeben haben", sagte der Stadtmusikdirektor von Grimma Reiner Rahmlow. Mit diesen pflegt das JBO über viele Jahre freundschaftliche Kontakte. Alle drei Orchester nahmen an vergangenen Musikantentreffen teil und bekundeten für das 8. Treffen 2014 ihre Teilnahme.

"Zur Juniflut war unser Sitz des Orchesters und der Orchesterschule im Soziokulturellem Zentrum nicht betroffen", sagte der 54-Jährige. 2002 sah das ganz anderes aus. Damals probte das Orchester noch in der Schule am Wallgraben. "Alle unsere Instrumente hatten wir damals verloren. Doch durch die ungeheure Spendenflut konnten wir in kürzester Zeit wieder unser Orchester aufbauen", erinnerte er sich. "Wir sind der Stadt Grimma dankbar, dass wir ein neues Domizil im Soziokulturellem Zentrum fanden", so Rahmlow. Dabei weiß der Grimmaer, wovon er spricht. Er selbst ist nun zum zweiten Mal von der Flut betroffen, da er in der Innenstadt von Grimma wohnt. Außer ihm waren sieben weitere Mitglieder des Jugendblasorchesters vom Junihochwasser heimgesucht worden. "Unser Vorstand legte fest, wie mit den Spendengeldern der Partnerorchester umgegangen wird", sagte der Orchesterleiter. "So müssen die betroffenen Mitglieder unter anderem keine Vereinsbeiträge für ein Jahr bezahlen", erklärte er. Außerdem werde das Geld genutzt, um die Betroffenen zu entlasten, wenn es im nächsten Jahr nach Tallinn (Estland) geht. "Das Hobby, im Jugendblasorchester mitzuspielen, kostet einiges Geld", erklärte Rahmlow. Derzeit sind im JBO 50 Kinder und Jugendliche. Das Durchschnittsalter beträgt 18 Jahre, da einige Solisten 30 bis 40 Jahre alt sind. "Wir sind kein Berufsorchester. Deshalb brauchen wir ein intaktes Vereinsleben", erklärte der Musikdirektor. Dazu gehören unter anderem das jährliche Probenlager in Tschechien genauso wie die Besuche von befreundeten Orchestern. "Durch unsere vielfältigen Kontakte sind wir gar nicht in der Lage, alle Anfragen von befreundeten Orchestern zu erfüllen", sagte er. Im vergangenen Jahr sei das Orchester in Ungarn gewesen. Zehn Jahre habe es gedauert, bis der Besuch zustande gekommen sei. "Da die Kinder und Jugendlichen die Kosten für die Reisen vorwiegend aus der eigenen Tasche zahlen müssen, finden die Besuche von Partnerorchestern nur aller zwei bis drei Jahre statt", so Rahmlow.

Außerdem hätten die jungen Musiker ein straffes Übungsprogramm zu absolvieren. Mindestens dreimal in der Woche würde geprobt. "Wir haben einen Leistungsstandard erreicht, der harte Arbeit von uns verlangt, um ihn zu halten", sagte er. Auch sei es kein leichtes Unterfangen für die Musiker, 30 bis 40 Konzerte in Grimma und im Umland zu bestreiten. Gerade zur Weihnachtszeit werde von den Mitgliedern einiges abverlangt. Und dass die Grimmaer wissen, dass das JBO ein niveauvolles Programm bietet, davon zeugt das bereits ausverkaufte Konzert am 1. Advent. "Es gehört seit der Wende zu einem der beliebtesten Konzerten", freute sich Rahmlow.

Natürlich ist das JBO auch beim Weihnachtsmarkt mit dabei. So sind das Turmblasen am 10. Dezember und weihnachtliche Trompetenklänge am 15. Dezember angesagt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2013
Cornelia Braun

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