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Grimma Jubiläum als Ehrung für die Kinder von gestern
Region Grimma Jubiläum als Ehrung für die Kinder von gestern
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15:30 20.04.2010
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. Erinnerungen und Spiele sollen sich am 6. Mai zu einem schönen Ganzen verbinden.

„Meine erste Gruppe, als ich 1972 hier angefangen habe, da waren alle um die sechs Jahre alt", erklärt Elvira Froeberich. „Jetzt sind sie über vierzig." Die Leiterin der Kindertagesstätte ist ein bisschen nervös im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 55. Geburtstag ihrer Einrichtung. Ein derart großes Fest habe man noch nicht auf die Beine gestellt, aber die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Gemeinsam mit dem Elternrat haben wir uns überlegt: Was wollen wir?" Und so entwickelten sie gemeinsam das Programm. Oberbürgermeister Matthias Berger wird das Jubiläum einläuten, aber eigentlich stehen natürlich die Kinder im Mittelpunkt. Für die wird dann auch ausgiebigst gesorgt. Der den „Schmetterlingen" schon bekannte Andy soll mit seiner Kinder-Show die Kleinen mit einbeziehen und für Belustigung sorgen. Hüpfburg, Bastelstraße und Kinderschminken umrahmen das Programm. Als besonderes Geburtstags-Extra werden auch die Grimmaer Feuerwehr mit Feuerwehrauto und sogar „Harry Potter" erwartet.

„Der Tag soll eine Ehrung für früher sein", sagt Leiterin Froebrich. „Für die ehemaligen Mitarbeiter wie für die Kinder." Schon 35 Mitarbeiter der letzten 55 Jahre hätten ihr Kommen angekündigt, manche seien schon Opa oder Oma, sogar die frühere Köchin der Krippe – jetzt 94 Jahre alt – wird wohl dabei sein. „Ich hoffe auch, dass der eine oder andere sich noch meldet", so Froebrich. „Jeder ist willkommen." So viele Kinder seien hier durch die Hände gereicht worden, manche kämen heute noch auf sie zu, um ihre Kinder hier nach Beiersdorf zu bringen, obwohl sie gar nicht dort wohnen würden. „Sie waren glücklich bei uns und wollen das gleiche für ihre eigenen Kinder auch. Das freut einen schon."

Die Lage am Rande von Grimma sei natürlich etwas besonders Schönes, meint die Leiterin. Die Kleinen können den ganzen Tag draußen sein in der Natur, sie fänden dort ja alles interessant. „Wir müssen eher mal einen Ausflug in die Stadt machen", scherzt Froebrich. Der Blick auf die Kinder sei heute auch etwas anders als früher. Da müsse man sich schon darauf einstellen, zum Beispiel im Internet bewandert sein. „Ich habe mich reingefitzt", erklärt sie.

Aber der Geburtstag ist auch eine Möglichkeit, den 34 „Schmetterlings-Kindern" die Vergangenheit wieder näher zu bringen. „Wir haben diese Woche angefangen, Bilder von früher zu zeigen. Da war alles ein bisschen anders – Kleider, Frisuren..." Und für die Gäste von gestern gebe es an der Jubiläumsfeier, die als Tag der offenen Tür mit dem Kindertag zusammen gefeiert wird, eine Kaffeetafel in der alten Villa, in der 1955 alles angefangen habe. Aber eines ist für Elvira Froebrich klar. „Kinder sind Kinder, zu jeder Zeit niedlich, wissbegierig, neugierig." Eine gute Voraussetzung für die Feierlichkeiten am 6. Mai.

Thomas Düll

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