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Grimma Jugendliche haben viele Fragen im Gepäck
Region Grimma Jugendliche haben viele Fragen im Gepäck
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05:00 14.05.2011
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. Heike Paul, Referentin für Interkulturelle Bildung und Erziehung der Sächsischen Bildungsagentur in Chemnitz, erklärt die Zusammenhänge. „In Colditz sind Schüler und Lehrer der Mittelschulen Olbernhau und Lugau im Erzgebirge. Sie treffen sich hier in der Europäischen Jugendherberge im Rahmen der Europäischen Woche mit Jugendlichen aus der Grafschaft Staffordshire in Mittelengland." Möglich gemacht hat den Austausch die Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur in Chemnitz, die seit 1997 eine Regionalpartnerschaft mit Staffordshire pflegt. „Seit 2008 haben wir diese Partnerschaft auch vertraglich festgehalten. Seitdem gab es in diesem Rahmen schon einige Maßnahmen. Es ist ein Pilotprojekt und einmalig in Sachsen", so Paul.

Im Rathaus trafen die Schüler auf Amtsverweser Matthias Schmiedel. Nachdem das Stadtoberhaupt einen kurze Einblick in die Geschichte der Stadt und seine Arbeit gab, durften die Jugendlichen ihre Fragen stellen. Und sie waren gut vorbereitet! Während Jade die Einwohnerzahl wissen wollte, fragte Michael nach der Bedeutung eines Amtsverwesers. Neben Fragen nach Jobmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten wollten die Briten auch wissen, warum Schmiedel Bürgermeister werden wollte. „Ich wollte gar nicht", antwortete er prompt in seiner gewohnt lockeren Art. „Ich bin Anfang der 90er Jahre in Zschadraß einfach dazu bestimmt worden", lacht der Amtsverweser. Die Engländer verstanden mit Hilfe von Dolmetscherin Kati Langer jedes Wort perfekt.

Heike Paul bekräftigte im Anschluss, dass die Schüler nicht nur zum Vergnügen in Colditz sind. „Wir haben auch schon Umfragen in der Stadt mit Bürgern gemacht. Die Schüler haben die Aufgabe, in sechs binationalen Teams eine Promotion über Colditz zu erarbeiten." Diese will Paul dann gerne auch der Stadt zur Verfügung stellen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Frage nach der perfekten Schule zu erörtern. „Da gibt es ja zwischen England und Deutschland schon einige Unterschiede, zum Beispiel schon die Schuluniformen", so Paul.

Weitere Stationen der Arbeitswoche sind eine Festveranstaltung in Chemnitz anlässlich der Europawoche, der Besuch der Olbernhauer Schule und eine Stadtbesichtigung in Leipzig. Im September reisen dann die deutschen Schüler nach England. Für nächstes Jahr hat Heike Paul auch schon eine Vision: „Dann wollen wir ein Vier-Nationen-Treffen organisieren. Die Stadt Colditz mit der Geschichte des Schlosses bietet sich dafür sehr gut an." Matthias Schmiedel hätte nichts dagegen, wohl wissend, dass junge, internationale Gäste der Stadt gut tun: „Von mir aus könnt ihr aller zwei Wochen hierher kommen!"

Robin Seidler

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