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Grimma Junge Filmemacher präsentieren ihren Heimatort Mutzschen
Region Grimma Junge Filmemacher präsentieren ihren Heimatort Mutzschen
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15:20 13.06.2017
Drehen während eines Medienprojektes an der Grundschule Mutzschen einen Film über ihre Heimatstadt: Die Zweitklässler. Hier mit den Medienpädagogen Peter Bauer (33) und Manuel Schmuck (30) Quelle: Andreas Döring
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Grimma/Mutzschen

Von wegen nur Rechnen, Schreiben und Büffeln in der Schule: Mit Ideen und Engagement wird in der Grundschulen Mutzschen das Lernen leichter. Am Nachmittag ist kaum noch ein Parkplatz zu bekommen. Eltern schlendern in die Schule, wo die Klasse 2 zur Premiere ihres Filmes über Mutzschen geladen hat. Die kleine Turnhalle ist fast voll. Die Mädchen und Jungen der 2. Klasse haben viele Szenen im Ort Mutzschen mit verschiedenen Persönlichkeiten im Ort gedreht. Im Rahmen eines Medienprojekts im Sachkundeunterricht hatten die Kinder bei Peter Bauer (33), Manuel Schmuck (30) und Annika Schulz (26) von der Sächsischen Anstalt für Privaten Rundfunk und Neue Medien (SLM) vieles über das Filmemachen erfahren. Die SLM brachte ein „Medienmobil“ mit. „Das Mobil besucht Kindertagesstätten, Schulen, Vereine und Freizeiteinrichtungen, die ein Medienprojekt gestalten wollen“, sagt die amtierende Schulleiterin Ina Wenzel-Nitschke. Zur Umsetzung stehen Medienpädagogen zur Seite. „Auch die notwendige Technik wird mitgebracht“, so die Schulleiterin weiter.

Nach einem Tag Theorie für die Schüler ging es in die Gruppenphase, wo am Produkt gebastelt und Ideen geschmiedet wurden. „Dann wurde ein Drehbuch geschrieben und gefilmt“, erzählt Celina aus der 2. Klasse. Dann war am Computer Videoschnitt und Vertonung dran – und die passende Musik kam hinzu. Anastasia und Johanna gehören zu der Gruppe, die einen Film über den Ort Mutzschen erstellt haben. In den letzten Stunden vor der Präsentation der Ergebnisse saßen einige Schüler mit großen grauen Kopfhörern vor einem Laptop und verpassten ihrem „Werk“ den letzten Schliff. Zur Ausstattung des Medienmobils gehören nicht nur tragbare Computer mit Audio- und Videoschnittsoftware, Beamer und Leinwand, sondern auch Aufnahmegeräte, Kameras, Mikrofone und Lichttechnik. Damit können die Kinder – unter Anleitung des SLM-Teams – ihre Filme eigenständig erstellen. „Wir zeigen den Schülern welche Möglichkeiten sie haben. Schon das ruft oft Begeisterung hervor, weil sich die wenigsten Einrichtungen so umfangreiches Equipment leisten können“, sagt Medienpädagogin Annika Schulz (26). Begeistert vom Medienmobil zeigte sich nach der Aufführung Marko Mack, dessen Tochter Nele (8) am Film mitgewirkt hat. „Wie schnell die Schüler alles verinnerlichen und die Technik anwenden, ist einfach Wahnsinn“, sagt er. „In nur einer Woche haben sie Ideen gesammelt, sie umgesetzt und in die richtige Form gebracht. Da können auch wir noch etwas dazu lernen“, meinte er.

Von Cornelia Braun

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