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Grimma Jury nimmt Evangelisches Schulzentrum in Grimma unter die Lupe
Region Grimma Jury nimmt Evangelisches Schulzentrum in Grimma unter die Lupe
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14:48 14.01.2016
Gespräche mit der Schulleitung führt die Jury. Von seitens der Schule nahmen unter anderem Claudia Leipold und Niko Kleinkecht teil. Zur Jury gehörten Andrea Preußker und Ada Sasse (v.l.n.r.).   Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Grossbardau

 Fachkundiger Besuch: Von der Qualität des Evangelisches Schulzentrums Muldental überzeugten sich zwei Tage lang Juroren. Aus gutem Grund: Denn die Bildungseinrichtung gehört zu den bundesweit 17 ausgewählten Objekten, die sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2016 machen können, der im Sommer zum elften Mal in Berlin vergeben wird. Eine Jury hatte im Vorfeld auf der Basis von Bewerbungsunterlagen aus 80 Schulen eine Vorauswahl getroffen.

Welche Chancen sie der Großbardauer Schule einräumen, vermochten die Jurymitglieder nach Abschluss des Besuches allerdings noch nicht sagen. „Es ist die erste Schule, die wir besucht haben“, sagt Professor Dr. Ada Sasse von der Vorjury des Deutschen Schulpreises. Allerdings äußerte sie sich positiv zu der Lern- und Arbeitsatmosphäre, die am Evangelischen Schulzentrum herrsche.

„Wir haben Gespräche mit Schulleitung, den Lehrern, den Schülern und Eltern geführt, Unterrichtseinheiten und Projekte besucht“, erzählt Andrea Preußker von der Robert-Bosch-Stiftung. Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung.

Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Zu den Einreichern des Projektes gehörte Claudia Leipold vom Leitungsteam Grundschule des Evangelischen Schulzentrum. „Wir sind stolz, auf das, was wir hier tun können. Wir wollen das anderen zeigen“, begründet die Pädagogin die Teilnahme am Wettbewerb. Gleichzeitig erhoffe sie sich Anregungen und Ideen, um noch bessere Arbeit leisten zu können. „Seit Beginn vernetzen sich die ausgezeichneten Schulen miteinander und sorgen dafür, dass andere Schulen in Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen von den Erfahrungen der Preisträger profitieren“, pflichtet ihr Andrea Preußker von der Robert-Bosch-Stiftung bei. Anfang 2015 habe die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung deshalb die Deutsche Schulakademie gegründet.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Schulzentrums, Nico Kleinknecht, rechnet sich gute Chancen im Wettbewerb aus. „Wir sind für alle Kinder offen, auch für Kinder mit Behinderung und bieten offenen Unterricht an“, sagt er. „Meine Kinder besuchen die 6. Klasse und gehen jeden Tag mit Freude in die Schule“, fügt die Elternsprecherin Anke Jansen hinzu. Bis zum Abitur müssten sie die Schule nicht wechseln. Dieses Modell würdigte auch Ada Sasse von der Vorjury: „Die ganz andere Arbeitsweise mit Tischgruppen und eigenen Lerngruppen spornt die Kinder an, eigene Aktivitäten zu entwickeln“. Bis Ende Januar wird die Jury zudem drei deutsche Auslandsschulen auswählen und besuchen. Denn im zehnten Jahr des Wettbewerbs konnten sich erstmals deutsche Schulen im Ausland bewerben.

Im Anschluss an die Schulbesuche nominiert die Jury im April bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2016. Die nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung am 8. Juni in Berlin teil.

Von Cornelia Braun

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