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Grimma Kamera erlaubt Blick ins Frohburger Nest
Region Grimma Kamera erlaubt Blick ins Frohburger Nest
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14:06 05.12.2018
So sieht der frisch sanierte Frohburger Horst aus. Quelle: Foto: Klaus Döge
Frohburg

Das 30 Meter hohe Storchennest am Frohburger Schäfereiweg wurde in den vergangenen Tagen komplett saniert und mit einer Überwachungskamera ausgestattet. Wenn im Frühjahr die Weißstörche zurück kommen, können sie den frisch sanierten Horst nutzen.

Frohburger Nest drohte abzustürzen

„Die Störche haben während den vergangenen Brutzeiten ihren Horst immer höher und schräger gebaut, so dass das Nest zunehmend instabil wurde und abzustürzen drohte“, erklärte der für den ehemaligen Kreis Geithain zuständige Weißstorchenbetreuer Jens Frank. 2004 errichtete sein Amtsvorgänger und Schwiegervater Herbert Bauer aus Frankenhain das künstliche Nest auf der hohen Esse. Seit dieser Zeit fühlten sich die Großvögel in der Rennstadt wohl und zogen insgesamt 26 Jungvögel groß, allein drei in diesem Jahr.

Der Weißstorch kann sich im nächsten Frühjahr wieder in Frohburg wohl fühlen. Quelle: Olaf Becher

Unterstützer aus Frohburg und Frankenhain

Über das Horstsanierungsprogramm der Kreis-Naturschutzbehörde gab es nun die Möglichkeit, dringend notwendige Arbeiten durchzuführen. Nachdem die Osterland GmbH als Grundstücksbesitzer ihr Einverständnis gab und Vorarbeiten leistete, holte Frank mit der Frohburger Firma Fest und der Frankenhainer Schmiede Schneider weitere Unterstützer ins Boot. Die Schmiede baute beispielsweise eine verzinkte Horstunterlage. Dann versah die Leipziger Auwaldstation das künstliche Nest fachmännisch mit Ästen, Zweigen und Polstermaterial.

Essenkopf in Frohburg saniert

Per Hebebühne ging es dann an den Abbruch des alten Nestes und an die Sanierung des Essenkopfes. Sowohl hier als auch bei der Installation des neuen Horstes in luftiger Höhe half der Thränaer Storchenexperte Jörg Spörl mit. Durch sein Zutun und Fachwissen konnten in den letzten Jahren zahlreiche Nester in der Region ausgebessert oder neu errichtet werden.

Frohburger stellt Kamera zur Verfügung

Neben der umfassenden Sanierung nutzten die Naturschützer die Chance, an dem Schornstein auf dem Gelände des Agrarunternehmens eine Überwachungskamera anzubringen, damit man künftig das Brutgeschehen besser verfolgen kann. Die Technik stellte der Frohburger Autohandel An der Schmiede Beyer/Stein zur Verfügung; hier läuft auch das Funksignal auf. Die Konstruktion der Kamerahalterung fertigte Weißstorch-Regionalbetreuer Uwe Seidel aus Kleinbothen. Der Grimmaer Kreisbetreuer Klaus Döge sorgte für die technische Umsetzung.

Geschehen im Nest online einsehbar

„Alle Arbeiten verliefen nach Plan, die Kamera liefert ein gutes Signal. Ab dem Frühjahr können alle Interessenten das Frohburger Brutgeschehen über das Internet verfolgen“, sagte Jens Frank. Er dankte allen für das große Engagement. Die Internetadresse für die Kamera wird demnächst veröffentlicht.

Von Olaf Becher

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