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Grimma Kaninchenzüchter nutzen Heimvorteil
Region Grimma Kaninchenzüchter nutzen Heimvorteil
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05:00 11.07.2011
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. „Einen toten Vogel habe ich zwar schon mal gesehen, aber bisher noch keine eigenen Tiere besessen", so der Nerchauer, dessen Freude über das neue gefiederte Familienmitglied die seines Opas Gottfried Colditz deutlich überwog. „Ich werde erst einmal einen Käfig bauen, und dann sehen wir weiter", so der etwas ungläubig dreinschauende Rentner.

Derweil erhoben wenige Meter entfernt Gerhard Brabandt, Vorsitzender des Nerchauer Rassekaninchenzüchtervereins S 330, Vereinsmitglieder und Aussteller ihre Sektgläser. Um zum einen auf eine gelungene Jubiläumsschau mit 145 Tieren in 23 Rassen und Farbschlägen und zum anderen auf das hervorragende Abschneiden der Nerchauer Züchter anzustoßen, die sich über vier der fünf von den Preisrichtern vergebenen Höchstprädikate „sehr gut 8/7" freuen konnten. Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit Anlass zur Freude hatte Günter Bachstein, für dessen Mecklenburger Schecken schwarz-weiß die Preisrichter wie schon auf der jüngst stattgefundenen Colditzer Jungtierschau erneut das Höchstprädikat vergaben. Und dies trotz des Umstandes, dass der Würschwitzer erst seit drei Jahren der Rassekaninchenzucht frönt. „Günter hat viel Glück beim Kauf seiner Zuchttiere gehabt, dann klappte auch noch die Paarung, und heraus gekommen ist ein Spitzennachwuchs", kommentierte der Vereinsvorsitzende den Erfolg.

Ein Erfolg, der den Muldentaler Kreisvorsitzenden Matthias Schirmer umso mehr freute, als „Spätstarter" wie Günter Bachstein seiner Einschätzung nach die Zukunft der Rassekaninchenzucht sein könnten. „Wir freuen uns zwar selbstredend auch über Nachwuchs aus dem Kinder- und Jugendbereich", so der 50-Jährige. „Aber hier sind wir mit dem Problem konfrontiert, dass die jungen Leute spätestens mit der Lehre oder allerspätestens mit der Jobsuche der Heimat oder dem Hobby oder der Heimat und dem Hobby den Rücken kehren, während sesshafte Neuzüchter eine Konstanz garantieren", so Schirmer, der vor diesem Hintergrund ausdrücklich das Engagement der Nerchauer Züchter wie das der anderen Rassekaninchenzüchtervereine im Muldental würdigt. „Diese Zuchtschauen sind unbedingt notwendig, weil man allein mit dem Züchten im stillen Kämmerlein keine neuen Interessenten und potenzielle Züchter gewinnen kann."

Roger Dietze

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