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Grimma Kaninchenzüchter zeigen Prachtexemplare
Region Grimma Kaninchenzüchter zeigen Prachtexemplare
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16:58 29.07.2018
Ein Daumen hoch von den Preisrichtern: Götz Quaas (l.) und Jens Winkler erhielten für Tiere ihrer Zuchtgruppen das höchste Prädikat. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

Eine anhaltend hohe Qualität bei stark rückläufiger Quantität: Auf diesen kurzen Nenner lässt sich die 26. Muldental-Jungtierausstellung bringen, die an den beiden vergangenen Tagen auf dem Gelände des Rassekaninchenzuchtvereins S570 Hohnstädt über die Bühne ging. „Im Verhältnis zur Anzahl der präsentierten Tiere haben wir ein gutes Ergebnis“, bilanziert der Kreisvorsitzende der Muldentaler Rassekaninchenzüchter, Matthias Schirmer.

Deutlich weniger ausgestellte Tiere

Zum Vergleich: Ließen vor zwei Jahren an gleicher Stelle die Muldentaler Züchter noch knapp 250 Jungtiere von den Preisrichtern bewerten, so war es in diesem Jahr rund die Hälfte. „Diese Meldezahl ist keineswegs zufriedenstellend, sie ist jedoch die Folge einer Reihe von Faktoren“, erläutert Schirmer. Zum einen zwei zeitlich nah beieinander liegende Schauen in Rochlitz und Tautenhain, zum anderen die hohen Temperaturen sowie ein überteuerter Impfstoff im Zusammenhang mit der im Volksmund China-Seuche genannten Kaninchenkrankheit RDH 1 und 2.

Situation auch in den nächsten Jahren schwierig

„Die schrumpfende Zahl der Mitglieder und damit auch der Züchter spielt demgegenüber bei dieser für uns negativen Entwicklung eher eine untergeordnete Rolle. Dies zeigt die Jungtierschau des sächsischen Landesverbandes in Tautenhain, für die in diesem Jahr rund 1500 und damit erstaunlich viele Tiere gemeldet sind“, so der Kreisvorsitzende. „Die genannten Faktoren werden es uns nach Lage der Dinge auch in den nächsten Jahren schwer machen, eine höhere Tierzahl auf Kreisschauen zu erzielen.“

Preisrichter haben gut 120 Jungtiere bewertet

Nichtsdestotrotz hatten die beiden bei der diesjährigen Muldentaler Kreisschau aktiven Preisrichter Reinhard Münze aus Otterwisch und Werner Räßler aus dem Frohburger Ortsteil Streitwald am Freitag alle Hände mit der Bewertung der gut 120 Jungtiere aus den Zuchtgruppen von zehn Muldentaler Rassekaninchenzüchtern zu tun. Für sieben Tiere konnten sie dabei das höchste Prädikat vergeben.

Götz Quaas, dem Zuchtwart des gastgebenden Hohnstädter Vereins, war dabei das (Zucht-)Glück sowohl bei seiner Blaue Wiener- als auch bei seiner Blaue Holicer-Zuchtgruppe hold. „Man kann natürlich schon die Qualität der Tiere in etwa abschätzen, am Ende gehört aber auch etwas Zuchtglück dazu“, so der 54-jährige Bröhsener. Worin sein Schkortitzer Züchter-Kollege Jens Winkler, der für ein Jungtier einer Zuchtgruppe seiner Zwergwidder weiß (Rotauge) von den Preisrichtern das höchste Prädikat erhielt, mit ihm übereinstimmt. „Das gelingt bei aller Zuchterfahrung nicht in jedem Jahr, ich bin jedenfalls zufrieden mit der Bewertung in diesem Jahr“, so der 55-Jährige.

Kein Patentrezept für Züchternachwuchs

Fast noch wichtiger als Winklers Erfolge im Bereich der Zucht sind in Anbetracht der schwindenden Mitgliederzahlen in den regionalen Rassekaninchenzuchtvereinen jene im Bereich des Nachwuchses. Die 31-jährige Tochter des Schkortitzer Rassekaninchenzüchters frönt seit knapp zehn Jahren diesem Hobby, und auch die Enkelin zeige bereits Interesse daran. „Sie sind auf dem Bauernhof auf- und in die Kaninchenzucht hinein gewachsen, ansonsten habe auch ich in punkto Nachwuchsgewinnung kein Erfolgsrezept parat.“

Von Roger Dietze

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