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Kartoffelfest in Naunhof mit schwungvollen Tänzern

Wenig Wettbewerbsbeteiligung Kartoffelfest in Naunhof mit schwungvollen Tänzern

Nur drei Hobby-Köchinnen beteiligten sich in Naunhof diesmal am Wettbewerb „Schmackhaftestes Kartoffelgericht“ – was sie aber kreierten, ließ selbst erfahrene Jury-Mitglieder staunen. Abgerundet wurde die 26. Auflage des Festes von einem ebenso bunten wie abwechslungsreichen Programm im Festzelt und im Grundschul-Innenhof.

Buntes Programm im Grundschul-Innenhof: Die Tänzerinnen der Musik- und Tanzschule Katharina Freystein zeigen ihr Können.

Quelle: Roger Dietze

Naunhof. Klasse statt Masse: Unter diesem Motto stand am Sonnabend einer der traditionellen Höhepunkte innerhalb des Naunhofer Kartoffelfestes, das von Freitag bis Sonntag zum 26. Mal in der Parthestadt stattfand. Denn am Wettbewerb „Schmackhaftestes Kartoffelgericht“ nahmen lediglich drei Hobby-Köchinnen teil. Was diese jedoch sowohl geschmacklich als auch optisch am heimischen Herd kreiert und zum Verkosten angeboten hatten, wusste selbst erfahrene Jury-Mitglieder wie Roland Greif vom Naunhofer Kegelverein zu begeistern. So eng beieinander lagen die Gaumenfreuden, dass sich die Jury, in der neben Roland Greifs Vereinskollegin Ines Funke erneut CDU-Stadtrat Hermann Kinne Platz genommen hatte, zur Vergabe zweier erster Plätze entschied.

Diese gingen an Elke Bedal für ihre „Kartoffelrosen“ sowie an die Dauer-Wettbewerbsteilnehmerin Regina Franke, die mit der Kreation einer Gaststätten-Torte auch optisch zu überzeugen wusste. Die vierfache Wettbewerbssiegerin gestand allerdings, dass sie bei der Zubereitung der Torte an ihre Grenzen gestoßen war. „Das Backen war sehr anstrengend, und dann ist die Torte auch noch zusammengerutscht, weshalb ich umso froher bin, dass es dennoch zu einem ersten Platz gereicht hat“, so die 55-jährige Parthestädterin, die ankündigte, sich den Wettbewerb betreffend künftig zurückhalten zu wollen. „Sollen ruhig jetzt die jüngeren Jahrgänge ran.“

Dass diese jedoch in die Bresche springen werden, ist eher unwahrscheinlich, weshalb Anja Gaitzsch, die Leiterin der Naunhofer Kultur WerkStadt, laut über die Zukunft des Wettbewerbes innerhalb des Traditionsfestes nachdachte: „Wir unterbreiten als Stadt Angebote, und wenn wir sehen, dass diese bei den Bürgern nicht mehr die entsprechende Resonanz finden, dann müssen wir uns Gedanken über Alternativen machen.“

Einen Lichtblick gab es am Sonnabend in der Kombination Jugend und Backen dann doch noch. Die Nachwuchsmannschaft der U 14 des Kegelvereins nämlich hatte eine tolle Torte in Form einer Kegelbahn kreiert, die versteigert wurde, nachdem sie von der Jury außerhalb der Wertung mit verkostet worden war. „Na ja, Kartoffelstärke wird doch wohl drin gewesen sein?!“, meinte augenzwinkernd Jurymitglied Roland Greif.

Ja, ohne die von Friedrich dem Großen im 18. Jahrhundert in deutschen Landen salonfähig gemachte Erdknolle geht beim Naunhofer Kartoffelfest, das 1990 im Pfarrgarten der Kirchgemeinde als kleine Festivität seinen Anfang nahm, gar nichts. Und so standen auch die übrigen Wettbewerbe einmal mehr im Zeichen des ebenso nahrhaften wie schmackhaften Gemüses. Dabei war es erfahrenen und geschickten Hausfrauen ebenso möglich sich auszuzeichnen – zum Beispiel in der Kategorie längste Kartoffelschale –, wie auch den Kleingärtnern der Region, die ihre Zuchtergebnisse in den Kategorien „Blauer Schwede“ und „Exote“ präsentieren konnten.

Abgerundet wurde die 26. Auflage des Festes von einem ebenso bunten wie abwechslungsreichen Programm im Festzelt und im Grundschul-Innenhof, das Comedy ebenso zu bieten hatte wie Live-Musik mit The Porridges und dem Jugendblasorchester Grimma sowie einen Auftritt der Naunhofer Theatergruppe und der Musik- und Tanzschule Katharina Freystein.

Von Roger Dietze

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