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Grimma Kartoffelkäfer sorgen für Hingucker
Region Grimma Kartoffelkäfer sorgen für Hingucker
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05:00 20.09.2010
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. So auch am Wochenende, als die Kartoffelkäferbande Gleichgesinnte zum Bike- und Triketreffen an den Münchteich nach Grimma-West eingeladen hatte.

Dabei wäre das größte Event dieser Art in der Region wetterbedingt beinahe im Schlamm versunken, erzählte Vereinspräsident Tilo Urban wahre Horrorgeschichten, die beschrieben, wie er mit seinen Jungs in den letzten Tagen den Platz fit gemacht hat. Schwamm drüber, fortan sollte nur noch gefeiert werden. Und wie das bei der Kartoffelkäferbande vonstattengeht, das weiß man in der Szene sehr wohl. „Wir kommen seit sechs Jahren nach Grimma und behaupten mal, dass wir inzwischen zur Familie der Kartoffelkäfer gehören", outeten sich Marlis und Peter Hubricht aus Berlin. Weil der Bikerplatz hoffnungslos überfüllt war, haben sie es vielen anderen gleich getan und auch das gegenüberliegende Feld als Bikercamp akzeptiert. Was aber keineswegs so schlecht war, denn auch Brigitte und Roland Haberland kamen mit einem Trike und einem Quecki-Wohnwagen im Schlepptau extra aus Erfurt und hatten sich schnell mit ihren Campnachbarn angefreundet. Gesprächsstoff gab es da genug. Unter anderem auch über die gemeinsame Ausfahrt. Die führte auf der Landstraße – man wollte ja gesehen werden – gut 65 Kilometer über Nerchau, Wermsdorf, Dürrweitzschen, Großbothen und Grethen zurück nach Grimma.

Zweifellos der Hingucker für die Schaulustigen am Straßenrand, die die 409 Motorräder und 74 Trikes bewunderten. Doch wer mehr von der Kartoffelkäferbande und ihrem Gefolge erleben wollte, musste schon zu den Bikerspielen direkt am Münchteich kommen. „Jedes Jahr das Gleiche, aber immer wieder aufs Neue ein Genuss", sagte Henne, so jedenfalls war es auf seiner Lederkombi eingestickt zu lesen. Nur die Preise waren wieder neu und wurden als Unikate von Biene, Tilos Frau, Made in Handarbeit exklusiv hergestellt. Und dafür musste Mann oder auch Frau sich etwas zumuten. Zum Beispiel beim Sackklopfen, Motorblockweitwurf oder Eierzielwerfen. Ebenso obligatorisch ist der Wettstreit um das lauteste Bike. Am Ende aber siegte die Nostalgie. Denn Ronald Keil aus Grimma machte mit seiner Adel, Baujahr 1927, einer wirklich lauten Harley-Davidson den Sieg streitig, profitierte aber von einem Sympathiebonus der grölenden Zuschauermasse. Bei allem Spaß – die Kartoffelkäferbande ist immer für eine ernstzunehmende Überraschung gut. So wurden fünf Liter Kreuzerlikör versteigert. Der Erlös geht an eine Bikerfamilie, die in Ostritz zu den Hochwasseropfern gehört.

Frank Schmidt

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