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Grimma Katastrophenschutz-Übungen im Leipziger Land und Muldental
Region Grimma Katastrophenschutz-Übungen im Leipziger Land und Muldental
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11:44 25.03.2017
THW-Mitarbeiter aus Grimma, die am Samstag an der Übung teilnahmen. Quelle: Ekkehard Schulreich
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Grimma

Dutzende Feuerwehr-Fahrzeuge, begleitet von Rettungswagen und blauen Lastern des Technischen Hilfswerkes zogen am Sonnabend Vormittag im Leipziger Land und im Muldental die Blicke auf sich: In drei Kolonnen rollten die Kräfte des Katastrophenschutzes nach Thierbach zum Feuerwehrtechnischen Zentrum. Knapp 200 Ehrenamtliche nahmen an dieser Übung teil.

"Wir wollen die Alarmierungswege überprüfen und sehen, dass wir die nötige Personalstärke erreichen", beschrieb Kreisbrandmeister Nils Adam das Ziel. "Außerdem sind es die Kräfte kaum gewöhnt, sich auf den Straßen in größeren Einheiten zu bewegen." Die ersten Kräfte wurden gegen 7.15 Uhr alarmiert. Sie trafen sich auf dem großen Parkplatz nahe der Autobahn 14 am Naunhofer Moritzsee. Die Kräfte aus dem Raum Geithain/Borna sammelten sich kurze Zeit später am Bornaer Landratsamt. Von diesen Plätzen setzten sich die Kolonnen - bestehend aus Löschzügen, Gefahrgut- und ABC-Erkundungszug, Einsatzzügen dreier DRK-Verbände und Technischem Hilfswerk (THW) Grimma - in Richtung Thierbach in Marsch, wo sich die Einsatzzentrale aufgebaut war. Einbezogen war außerdem die Rettungshundestaffel.

"Katastrophenschutz-Übungen machen wir jedes Jahr", sagte Jürgen Jubisch, der das Fachressort Katastrophenschutz des Landkreises Leipzig leitet. Das betreffe Alarmierungen wie an diesem Tag, aber auch groß angelegte Einsatz-Szenarien. Das sei nötig, um für den Fall des Falles gerüstet zu sein. Dass das Zusammenspiel der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des THW mit der Leitstelle funktioniere, sei ein entscheidender Punkt, meinte Landrat Henry Graichen (CDU), der sich ein Bild vom Verlauf der Übung machte. Mit der Leitstelle in Grimma funktioniere das gut, doch ab 30. August würden die Einsätze von der neuen Integrierten Leitstelle in Leipzig koordiniert: "Dann haben wir eine neue Situation."

Kurz nach halb elf war der Platz vor dem Feuerwehrtechnischen Zentrum mit Fahrzeugen gefüllt. Während sich die Ehrenamtlichen einen Kaffee holten, zog Amtsleiterin Carola Schneider eine erste Bilanz: "Die Alarmierung hat gut geklappt. Für den Digitalfunk war es in dieser Größenordnung so etwas wie ein Debüt." Nur ein Fahrzeug sei wegen eines Zahlendrehers nicht sofort alarmiert worden. Mit der Personalstärke zeigte sie sich grundsätzlich zufrieden. Während der in Borna gestartete Zug beinahe 100 Prozent aufbot, kamen die Muldentaler auf drei Viertel ihrer Stärke. Alles in allem ausreichend, um im Katastrophenfall unverzüglich und konzentriert handeln zu können. Wobei, gab Henry Graichen zu bedenken, es Sonnabend sei: "Unter der Woche könnte sich die Situation durchaus als schwieriger erweisen."

Ekkehard Schulreich

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