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Grimma Katharina von Bora kehrt ins Kloster Nimbschen zurück
Region Grimma Katharina von Bora kehrt ins Kloster Nimbschen zurück
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00:18 09.12.2016
Die Klosterruine Nimbschen wird zur Kulisse für die Katharina von Bora-Oper. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Die Klosterruine Nimbschen als Stätte der Reformation nahe Grimma wird zum 500. Jubiläum im kommenden Jahr zur Kulisse für die Kammeroper Katharina von Bora. Das von der Sächsischen Bläserphilharmonie präsentierte Oper-Air Konzert bietet eine Mischung aus klassischer Musik mit einem 120 Mann großen Chor, Lichtinstallation und Pyroshow, informierte die Stadtverwaltung Grimma in einem Pressegespräch. Das Stück wird in sieben Bildern das Leben und Wirken sowie die Bedeutung von Katharina von Bora als die „Lutherin“ musikalisch und darstellerisch in Szene setzen. Für dem Abend konnten bereits die von der Oper Leipzig kommenden Solisten Kathrin Göring (Mezzosopran) als Katharina von Bora und Milko Milev (Bariton) als Martin Luther sowie Radoslaw Rydlewski (Tenor) als Philipp Melanchthon und Diana Tomsche (Sopran) verpflichtet werden.

Die Illuminierung der Klosterruine als optisches Highlight liegt in den Händen von Günter Ries. „Dadurch wird die mittelalterliche Reformationszeit an historischem Ort auf faszinierende Weise atmosphärisch erlebbar gemacht“, kündigt Heiko Schulze als Geschäftsführer der Sächsischen Bläserphilharmonie an.

Für das von dem belgischen Komponisten stammende Auftragswerk fand bereits im Gewandhaus zu Leipzig eine Uraufführung statt. Weitere Aufführungen gab es unter anderem in Katharina von Boras Grabeskirche in Torgau und auch im Sommer 2011 brillierte der Klangkörper mit einer spektakulär inszenierten Aufführung vor der Klosterruine in Nimbschen. „An gleicher Stelle daran anknüpfend bietet die Neuinszenierung am 20. Mai 2017 eine einzigartige Gelegenheit, das vertonte Leben einer bewundernswerten Frau am Originalschauplatz zu erleben“, schaut Schulz dem Musikereignis hoffnungsvoll entgegen.

„Für uns als Stadt wird damit einmal mehr die Vision Realität, die Klosterruine in das Reformationsjubiläum marketingtechnisch einzubinden. Zudem finden an diesem Wochenende auch die Barocktage statt, was Grimma zum musikalischen Zentrum in Mitteldeutschland macht“, sagt Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos). „Damit wird das in den letzten Jahren erworbene Vertrauen gerechtfertigt, wenn wir als Stadt Grimma von den Veranstaltern und Agenturen auf geeignete Veranstaltungsorte angesprochen werden“, fügt das Stadtoberhaupt sich auf die Schulter klopfend an.

Der Ticketverkauf für die Oper unter freiem Himmel ist bereits gestartet sei Karten für 24, 29 und 34 Euro sind ab sofort in den Tourist- und Stadtinformationen in Grimma und Bad Lausick zu haben sowie über die Tickethotline 0341/141414 oder www.ticketgalerie.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Und vielleicht, so hoffen die Veranstalter darauf, liegt dann so manche Eintrittskarte für die Kammeroper Katharina von Bora unterm Tannenbaum.

Von Frank Schmidt

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