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Grimma Kauf der ehemaligen Bowlingbahn in Hausdorf umstritten
Region Grimma Kauf der ehemaligen Bowlingbahn in Hausdorf umstritten
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20:01 04.04.2018
ARCHIV - ILLUSTRATION - Euro-Banknoten und Münzen sind am 03.01.2014 in Frankfurt am Main (Hessen) zu sehen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa (zu dpa «Steuerschätzung verspricht Milliardenplus - Schwarze Null möglich» vom 15.11.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ 2017 Quelle: dpa
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Colditz

Mit gleich 31 Punkten hatte die Verwaltung in Colditz ihren Stadträten eine ambitionierte Tagesordnung für die 45. Sitzung aufgebürdet. Dass es eine Beratung mit Brisanz werden sollte, zeichnete sich beim Verlesen der Tagesordnung durch Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) ab. So beantragte Stadtrat Thomas Wabner (BiC) gleich zu Beginn, Punkt 30 von der Tagesordnung zu nehmen. Darin geht es um den Kauf des Objektes der ehemaligen Bowlingbahn in Hausdorf durch die Stadt. Was jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde, sollte auf Antrag von Urte Müller (FDP) wenigstens in der Tagesordnung weiter nach vorn verlegt werden. „Weil es nicht gut ist, wenn gewichtige Themen immer am Ende der Sitzung behandelt werden.“ Doch auch dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, so dass dieses offenkundige Reizthema bis zum Schluss warten musste.

Reichlich ein Dutzend der Tagesordnungspunkte hatte Angelika Rößner vom Bauamt eingebracht. Weshalb sich Stadtrat Gottfried Schröpfer (Pro Colditz) um die Arbeitsbelastung der Amtsleiterin sorgte, da er quasi von seinem Wohnzimmer aus sehen könne, wie oft spät abends das Licht in ihrem Büro noch brennen würde. „Ich glaube, Frau Rößner hat an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön verdient“, sagte Schröpfer und bekam geschlossene Zustimmung im Rat. Und so wurden diverse Bauleistungen zur Modernisierung und Instandsetzung der Bildungs- und Begegnungsstätte Colditz beschlossen, bevor es dann brisant wurde.

Da sich Schmiedel in dieser Angelegenheit für befangen erklärte, übernahm Cornelia Hippe-Kasten (CDU) als erste Stellvertreterin die Sitzungsleitung. Es ging zunächst um einen „Beschluss zur Umsetzung des Bauvorhabens Entwicklung der leer stehenden ehemaligen Bowlingbahn Hausdorf zur zentralen öffentlichen Einrichtung für Archivgut mit historischem Lesecafé für Geschichtsinteressierte, Kinder-Frühlesezirkel und Bibliothek“, so der Beschlussantrag. „Archiv gut, Café naja..., denn das haben wir ursprünglich nicht als Zielstellung gehabt“, warf Manfred Heinz (FDP) ein. Ähnlich äußerte sich Fraktionskollegin Urte Müller, denn „wir schaffen uns mit dieser Bibliothek eine Konkurrenz zu Colditz.“ Was Schmiedel so nicht stehen lassen wollte. „Beide Bibliotheken arbeiten seit Jahren eng zusammen, da gibt es keine Konkurrenz.“ Vielmehr sieht Schröpfer in dem Vorhaben „eine positive Erscheinung, die wir doch mitnehmen müssen.“ Gegenwind bekam die FDP-Fraktion auch aus der Wählervereinigung „Für unsere Heimat“. Jan Gumpert: „So eine Begegnungsstätte auf dem Land ist ganz wichtig, wir sollten die Chance dafür nutzen.“ „Zumal es dafür Fördermittel gibt“, fügte Stefan Juhrich an.

Ein weiterer Streitpunkt war die Kaufsumme von etwa 150 000 Euro, die an den Hausdorfer Sportverein zu zahlen wären. Heinz errechnete sogar einen „effektiven Kaufpreis von 175 000 Euro“, da die Stadt bisher knapp 25 000 Euro Miete gezahlt habe. Und Wabner stieß sich daran, „dass die Bank den Kaufpreis festlegt“, weshalb er den Beschluss „anfechten“ lassen wolle. Nichtsdestotrotz werden Bauvorhaben und Kauf der Bowlingbahn in Hausdorf mehrheitlich auf den Weg gebracht.

Von Frank Schmidt

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