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Grimma Kein Laubblasen mehr im Bad Lausicker Kurpark
Region Grimma Kein Laubblasen mehr im Bad Lausicker Kurpark
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17:04 30.11.2018
Dem Laub im Bad Lausicker Kurpark mit lautem Gebläse zu Leibe rücken: Der Stadtrat nimmt das nicht länger hin. Quelle: dpa
Bad Lausick

Die Zeit des allherbstlichen ohrenbetäubenden Laubzusammentragens mittels Gebläse ist im Bad Lausicker Kurpark nun Geschichte: Auf Antrag der CDU-Fraktion beschloss der Stadtrat, dass der kommunale Bauhof auf diese von vielen durchaus kritisch gesehene Technologie verzichten muss und stattdessen auf den hergebrachten Besen setzt. Das Parlament gab damit einer Dienstanweisung, die Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) parallel dazu auf dem Verwaltungsweg erließ, zusätzliches Gewicht.

„Wenn Sie das heute so beschließen, freut mich das sehr“, sagte Helge Heinig am Donnerstagabend in der Einwohner-Fragestunde zu Sitzungsbeginn. Heinig, einst selbst Stadtrat, fordert seit mehreren Jahren, Laubgebläse nicht mehr zu verwenden. Nicht nur wegen des für eine Kurstadt unpassenden Lärms, sondern vor allem, weil der kräftige Luftstrahl neben dem Blattwerk das von den unbefestigten Parkwegen wirbele, was die eigentlich zusammenhält – Schotter und Sand. Die Konsequenz: Der Zustand der Wege werde immer schlechter, der Reparaturaufwand sei hoch.

Zurück zum Laubrechen

Auf genau dieses Problem zielte der CDU-Vorstoß ab. „Die Kosten für die so verursachten Reparaturmaßnahmen an den Wegen und auch die Lärmbeeinträchtigungen könnten durch den Einsatz von – gegebenenfalls in effektiver Breite anzuschaffenden – Laubrechen vermieden werden“, heißt es in dem Antrag.

Zudem wird kritisiert, dass die Verwaltung – trotz Forderungen aus der Bürgerschaft – dem Umwelt- und dem Technischen Ausschuss eine Antwort darauf schuldig blieb, warum diese Praxis beibehalten werden müsste. Den Passus, der Laubsauger einschloss, strich Fraktionschef Udo Goerke nach dem Hinweis des Bürgermeisters, dass der Bauhof darauf nicht verzichten können – „weil: Das Laub muss ja weg!“ Die Untersagung der Gebläse allerdings wollte die CDU trotz Dienstanweisung per Beschluss sanktioniert wissen: „Nach so langer Zeit des Bemühens darum sollten wir das tun.“

Gebläse wird bei Pulverschnee eingesetzt

Bei den anderen Fraktionen lief man damit offene Türen ein. „Trifft das Verbot auch zu auf die Beseitigung von Schnee?“, fragte Tim Barczynski (Linke). Eckhard Zeidler, dem der Bauhof untersteht, sagte, im Winter greife man auf Gebläse allenfalls im Bereich von Bushaltestellen zurück, und nur dann, wenn es sich um Pulverschnee handele. Der Stadtratsbeschluss aber betreffe den Kurpark. Der Stadtrat stimmte einhellig zu.

Von Ekkehard Schulreich

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