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Grimma Keine Einigkeit: Von Grimma nach Borna führt kein Weg
Region Grimma Keine Einigkeit: Von Grimma nach Borna führt kein Weg
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14:32 19.05.2015
Offene Frage: Ob es zwischen Borna und Grimma mal auf einen durchgehenden Radweg gibt, ist derzeit offener denn je. Quelle: LVZ-Archiv

Auch eine gemeinsame Runde mit den Vertretern von Borna, Grimma, Bad Lausick, Kitzscher und Frohburg, dem Kreis, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr und dem sächsischen Wirtschaftsministerium führte nicht zu einer Lösung. Der Streit entzündet sich an den Kosten, die die Anrainer-Kommunen tragen müssten. Würde die jeweilige Wegstrecke zugrunde gelegt, müsste Bad Lausick den größten Brocken aufbringen - "ausgeschlossen", heißt es aus dem Kurstadt-Rathaus seit Monaten.

"Einigkeit besteht allerdings darin, dass die Projektumsetzung nur gemeinsam erfolgen kann, da der Radweg nur als Ganzes für die künftige radtouristische Entwicklung der Region nützt", so Laux. Landrat Gerhard Gey (CDU) habe deshalb für das Solidaritätsprinzip geworben. Er verwies auf die finanzielle Unterstützung des Landkreises, der 50 000 Euro für die Planungsleistungen zu geben bereit ist. "Nur wenn die Kommunen eine Rahmenvereinbarung für das Vorhaben abschließen, ist die 90-prozentige Förderung möglich." Die schließe sogar den Grunderwerb ein, etwa von Teilen des alten Querbahndamms, der für den Weg genutzt werden soll. "Unter diesem Solidargedanke, verbunden mit dem gemeinsamen Nutzen für alle Beteiligten, soll die Finanzierung der Planungskosten nochmals in den kommunalen Gremien diskutiert werden und dann über die gemeinsame Projektumsetzung entschieden werden", appelliert der Landrat an die betreffenden Rathäuser und Stadtparlamente. Wenn der Finanzierungsvorschlag keine Akzeptanz finde, müsse das Vorhaben auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden, bis eine andere finanzielle Ausgangssituation bei den beteiligten Kommunen bestehe. Das könne keine der Kommunen anstreben.

Die regionale Hauptradroute Grimma-Borna ist unter der sächsischen Dachmarke "SachsenNetz Rad" Bestandteil der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen. Das im Entwurf vorliegende Konzept bescheinigt ihr Entwicklungspotenzial. Davon würden nicht nur die Hauptziele Grimma und Borna profitieren, sondern alle Orte entlang der 33 Kilometer langen Verbindung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.03.2014
Ekkehard Schulreich

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