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Grimma Keine Spur vom Wolf aus der Dübener Heide ins Muldental ins Muldental
Region Grimma Keine Spur vom Wolf aus der Dübener Heide ins Muldental ins Muldental
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14:06 19.05.2015

Nahe Bad Düben hielt eine sogenannte Fotofalle einen Wolf im Bild fest. Bislang gebe es im Landkreis Leipzig jedoch keine belegbaren Nachweise zum Wolf, hieß es auf Anfrage der LVZ aus dem Umweltamt des Landkreises. Ein Auftauchen könne für die nächsten Jahre aber nicht ausgeschlossen werden.

"Das gegenwärtig nächst gelegene Vorkommen befindet sich in der Annaburger Heide im Landkreis Nordsachsen, verwiesen die Amtsmitarbeiter des Bereiches Natur- und Umweltschutz auf den genannten Fotobeweis. Der Wolf sei am Nordostrand der Dübener Heide bei Trossin/Roitzsch per Fotofalle nachgewiesen. Doch ob es sich dabei um eine Neuansiedlung oder um ein durchziehendes Tier handele, sei bislang ungeklärt.

Beim Thema Wolf scheiden sich die Geister, besonders aus Kreisen von Schafzüchtern wird seine Rückkehr nach Sachsen kritisch gesehen. Doch nach EU-Recht genießt der Wolf in Deutschland den höchsten Schutzstatus. Darauf wies das Umweltamt noch einmal hin. Der "Managementplan für den Wolf in Sachsen" regele den Umgang mit dieser streng geschützten Art, die gemäß Schsischer Jagdverordnung in Sachsen dem Jagdrecht unterliege. Das koordinierte Monitoring - die Beobachtung durch technische Hilfsmittel wie zum Beispiel Fotofallen - werde in den Landkreisen durch geschulte Jagdausübungsberechtigte durchgeführt. Im Landkreis Leipzig ist dies aber noch nicht umgesetzt worden.

Yvonne Mucke vom Kreisjagdverband bestätigte die Aussagen des Landratsamtes. Der Wolf sei ins Jagdrecht aufgenommen worden. "Aber er ist ganzjährig geschützt", fügte sie hinzu. Das Wolfsmonitoring sei den Jägern übergeben worden, da sie als Erste an der Basis feststellen würden, wenn erste Vorkommnisse - sprich Risse oder Losungsfund, also Kot - vorhanden seien. "Derzeit sind für Sachsen etwa 40 ausgebildete Wildtierbeauftrage für das Wildmonitoring zuständig, unser Landkreis hat noch keinen eigenen Wildtierbeauftragten", so Mucke. Zur nächsten Schulung im Herbst gebe es jedoch Anmeldungen. "Bisher gab es auch im Muldental auch noch keine akute Beobachtung, zu der ein Wildtierbeauftragter notwendig war ... nur wildernde Hunde."

Sollte es trotz aller bisher gegenteiligen Erkenntnisse im Muldental zu einem Schadensfall durch Wölfe kommen, so ist der finanzielle Ausgleich durch verschiedene Verordnungen geregelt. Laut Verwaltungsvorschrift werden in Sachsen Schäden zu 80 Prozent vom Freistaat augeglichen, erklärte das Landratsamt. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe sich schon vor Jahren bereit erklärt, Schäden, die von der öffentlichen Hand nicht ausgeglichen werden können, im Rahmen ihrer Möglichkeiten unbürokratisch zu übernehmen, erklärte Peter Blanché vom Vorstand der Gesellschaft. Das sei schon mehrfach geschehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2014
Heinrich Lillie

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