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Grimma Kinder testen Colditzer Spielplätze
Region Grimma Kinder testen Colditzer Spielplätze
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14:30 19.05.2015

Die LVZ nutzte die milden Temperaturen für einen kleinen Test und ließ die Plätze von den beiden Brüdern Joschua (8) und Domenic (12) Junghans unter die Lupe nehmen. Den Anfang machte das Gespann in den Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Zschadraß. Für die Bewertung dienten Schulnoten als Grundlage.

In ihrem Heimatdorf Erlbach warten die Brüder schon auf dem neuen Spielplatz am Gemeindezentrum unterhalb der Kirche. "Hier sind wir oft zu finden. Der Spielplatz wurde erst neu gemacht. Der alte war an einem anderen Standort", sagt Domenic, während Joschua gleich einmal in Richtung Kletterwand rennt. "Es gibt zwei verschiedene Wege, hier hoch zu kommen. Einen leichten und einen schweren", sagt er und zeigt beide Möglichkeiten auf. Der Kletterturm ist zudem über eine Leiter erreichbar. Herunter geht es an einer Stange oder auf der Rutsche. Joschua gefällt außerdem die Strickleiter. "Alles in allem haben wir eine schöne Anlage", meint Domenic. "Hinsetzen kann man sich auch, und der Spielplatz ist mit einem Zaun abgesichert. Nur leider fehlt ein Fahrradständer. Viele Kinder kommen mit dem Rad. Und verstecken kann man sich hier auch nicht wirklich." Dennoch geben die beiden dem Spielplatz eine gute Note: 1,9.

Die Fahrt geht weiter in den Ortsteil Koltzschen, wo den Kindern neben dem üblichen Kletterturm sofort eine Wippe ins Auge fällt. "So eine Wippe haben wir bei uns nicht", strahlt Joschua und steigt sofort auf. Trotz der farbenfrohen Gestaltung finden die beiden einige Kritikpunkte. "Es fehlen ein Fahrradständer und auch Schutz vor Regen. Außerdem liegt der Spielplatz unmittelbar an einer Straße. Verstecken spielen können wir hier auch nicht", bedauern sie. Die Tester geben dem Areal die Note 2,4.

Auf den Spielplatz im Hausdorfer Ortsteil Zollwitz freuen sie sich tierisch. "Da waren wir schon oft mit der Schule und dem Hort", sagt Joschua. Kaum angekommen, wird es Joschua am Karussell schwindelig. Domenic versucht sich an der Seilbahn - dem absoluten Höhepunkt der Anlage. Der Kletterkomplex ist nicht nur bunt gestaltet, sondern hat außergewöhnlich viele Möglichkeiten zur Betätigung: Leiter, Riesenrutsche, Kletterwand und weitere Elemente zum Hochziehen und Hangeln. Außerdem stehen den Kindern eine Wippe, ein Sandkasten und sogar ein Basketballkorb zur Verfügung. "Hier passt einfach alles", schätzt Domenic ein. "Und grün ist es auch. Man kann sich sogar in den Bäumen verstecken." Lediglich bei Regen könne man nass werden, weil es keine kleine Hütte gibt. Dennoch fällt das Fazit eindeutig aus: "Das ist der beste Spielplatz von allen." Dies spiegelt sich auch in der Note wieder, einer 1,1. So sieht ein Kinderparadies aus.

In Collmen und Maaschwitz geben die jungen Tester ähnliche Urteile ab wie in Erlbach und Koltzschen. "In Collmen stehen sogar Verbotsschilder für Hunde und Fahrräder. Das haben wir sonst nicht gesehen", so Joschua. Nur am Neubaublock in Zschadraß zeigen sich beide enttäuscht. "Dieser Spielplatz ist ja absolut verwildert. Außer Klettern geht hier nichts mehr. Dabei wohnen hier bestimmt Kinder, die auch gerne spielen wollen", sagt Joschua mit Blick auf die teilweise leerstehenden Wohnblöcke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2014
Seidler, Robin

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