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Kinder verändern mit Trickfilmen die Welt

Kinder verändern mit Trickfilmen die Welt

„Wenn ich was verändern könnte“ – unter diesem Motto produzieren Kinder in diesen Ferientagen im Kinder- und Jugendatelier des Katzenhauses Kaditzsch Trickfilme.

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Beim Ferienprojekt in Kaditzsch werden Trickfilme gedreht.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma/Kaditzsch. Der Landesfilmdienst unterstützt das Projekt.

Das Katzenhaus, das übrigens gerade renoviert wird und deshalb das Lindhaus als Ausweichobjekt nutzt, lockt mit Mutabor, einem Zauberwort aus dem Märchen „Kalif Storch“. „Was so viel bedeutet wie verwandeln. Letzte Woche haben wir verschiedenes Material verwandelt. Und diese Woche steht für das Verwandeln im weitesten Sinne das Verändern“, erklärt Diana Pohl das Ansinnen. Den Kindern wurden teamweise per Los verschiedene Rollen zugeteilt – vom Fensterputzer bis zur Bundeskanzlerin, vom Lottogewinner bis zum Lehrer oder auch Mutter und Vater – aus deren Position heraus sie ihre Veränderungen in ihrem Trickfilm sichtbar machen sollen.

Aus ihrer jetzigen kindlichen Sicht, so die Erfahrung von Diana Pohl, sei es den jungen Filmemachern viel schwerer gefallen, etwas verändern zu wollen. Da sei die Welt noch heil. Besonders für Celine Elfert. „Die Natur ist doch schön für mich, so wie sie jetzt ist. Die Tiere können frei leben und wir können auch tun und machen, was wir wollen.“ Dazu sollte man wissen, das Mädchen wohnt mitten im Thümmlitzwald, umgeben von viel Natur. „Das stimmt schon. Aber ich glaube, alle Menschen haben die gleiche Chance im Einklang mit der Natur und ihrer Umwelt zu leben.“ Große Worte der kleinen Celine, die deshalb in ihrem Film zeigen will, dass man eigentlich gar nichts verändern muss.

Die anderen lassen ihrer Kreativität freien Lauf und stellen mit ihrer Fantasie die Welt auf den Kopf. Und dafür stürzen sie sich unerschrocken in fiktive Abenteuer, um sich besonders für den Umwelt- und Naturschutz aufzuopfern. Etwa Johanna Bahr und Isa Rötzsch, sie tauchen in die sieben Weltmeere ab und sorgen sich um den Fischbestand. „Ist das richtig, was wir tun?“ nennen sie ihren Streifen, gar mit Happyend. Denn ihnen gelingt es, so jedenfalls haben sie es ins Drehbuch geschrieben, all den von uns Menschen verursachten Müll im Meer zu beseitigen, so dass die bereits verendeten Fische wieder zu ihrem artgerechten Leben auferstehen können.

Ein aufregendes Szenario haben David Friese und Moritz Schultze vor Augen. Allerdings, wie es sich für Jungen gehört, mit enorm viel Technik im Einsatz. „In unserem Film bekommen zwei Taucher vom Umweltminister den Auftrag, das Meer zu erkunden. Und dafür müssen sie erst eine große Forschungsstation bauen. Genau das drehen wir gerade.“ Während die einen abtauchen, fliegen die Brüder Fritz und Jakob Arnold sowie Leo Richter auf den Mars – freilich im Film. „Und dort sind wir auf der Suche nach einem Rohstoff, der CO2 auf der Erde vernichten kann.“ Nur hochfliegen und zurück, das wäre doch zu einfach, oder? „Deshalb greifen grüne Marsmenschen einen Astronauten an“, lassen sich die drei in ihr spannendes Drehbuch gucken.

Frank Schmidt

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