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Kirchturmspitze erfüllt Hohnstädter mit Stolz

Kirchturmspitze erfüllt Hohnstädter mit Stolz

Seit gestern ragt in Hohnstädt der „Fingerzeig Gottes“ wieder gen Himmel. So nennen die Einwohner des Grimmaer Stadtteils ihre Kirchturmspitze. Die musste 1974 nach Unwetterschäden abgerissen werden, wurde nun aber wieder dem Gotteshaus aufgesetzt, unter großem Interesse der Öffentlichkeit und bei nicht enden wollendem Glockengeläut.

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Tageswerk vollbracht: Die neue Kirchturmspitze in Hohnstädt nimmt für alle sichtbar Gestalt an.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma/Hohnstädt. Dafür brachte die Kirchgemeinde Hohnstädt-Beiersdorf zusätzlich über 30 000 Euro an Spenden auf, um im Zuge einer etwa 300 000 Euro teuren Sanierungsmaßnahme das äußere Erscheinungsbild der Kirche wieder in seiner ursprünglichen Form weithin sichtbar zu machen. Schon lange ist die vom Friedhof umgebene Kirche in Hohnstädt eine Baustelle. Die Fassade ist eingerüstet und daran befestigte Planen verdecken teilweise die Bauarbeiten. Dennoch konnten sie nicht verbergen, was nun Wirklichkeit werden würde. Hohnstädt bekommt nach zehn Jahren intensiven Bemühungen sein Wahrzeichen zurück. So lange dauerte es vom Wunsch, der damals Gestalt annahm, bis heuer endlich ein riesiger Kran vollendete Tatsachen schuf.

Zuvor aber war fachmännische Arbeit gefragt, die von der Firma Holz-Treppenbau und Rekonstruktion Michael Busch in Cannewitz vollbracht wurde. Sein Team setzte in enger Zusammenarbeit mit der Firma Stahlbau Fischer in Seelingstädt das um, was Marco Lätzsch vom Architekturbüro Kayser in Grimma im Entwurf zu Papier brachte und nicht ganz ohne Stolz als sein „Baby“ bezeichnete. Für die Krönungszeremonie, als solche sahen es die Gemeindemitglieder und Bauleute gleichermaßen an, stand die Turmspitze in zwei Teilen vormontiert bereit. Und noch bevor Bauarbeiter Michael Vogt die 92 Stufen hoch zur Turmbaustelle bestieg, gab er per Funk das Zeichen zum Anheben an Kranfahrer Volker Müller. Sein etwa 68 Meter ausgefahrener Kranarm hievte dann die zwei Teile nach oben. Erst das 5,5 Tonnen schwere Unterteil, dann die 4,2 Tonnen wiegende Spitze. Oben angekommen und passgenau aufeinander gesetzt, ergibt die neue Kirchturmspitze 15,5 Meter in der Höhe, die sich mit dem unteren Ende mit je 4,8 Metern in der Breite und Tiefe auf einen Ringanker setzt, der als Auflage dient und extra dafür aus Beton gegossen wurde. Kaum hatte der Kran seinen Ausläufer eingefahren, übertönte auch schon Applaus der Schaulustigen die noch immer läutenden Glocken.

Damit griff auch der Architekt Steffen Kayser zum Handy und klingelte die Bauleute hoch oben auf dem Turm an. Lobende Worte fielen für die „saubere Arbeit“ auf einer, wie er sagte, „nicht alltäglichen und sicher nicht gleich wiederkehrenden Baustelle, in die alle Beteiligten viel Herzblut investiert haben“

Doch damit ist das Unternehmen Kirchturmspitze noch lange nicht abgeschlossen. Der untere Tragebereich müsse wetterfest geschlossen werden. Außerdem werde die gesamte Konstruktion bis auf die Glockenebene nach unten mit dem Turm verspannt und verbunden, gab Marco Lätzsch spannende Einblicke in die noch anstehenden Arbeiten. Erst dann könne aufgerüstet werden, um die Turmspitze mit Kupferblech zu belegen und eine drei Meter hohe Turmkrone aufzusetzen.

Frank Schmidt

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