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Grimma Klares Votum gegen Bennewitz
Region Grimma Klares Votum gegen Bennewitz
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17:29 19.02.2010
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Altenhain

Nach Ansicht der Altenhainer sollte die Fusion einer Gemeinde ein Prozess sein, in den die Bürger frühzeitig eingebunden werden. Da aus der zuständigen Stadtverwaltung Trebsen zwar seit einiger Zeit Überlegungen laut werden, die sich mit der Aufgabe der Eigenständigkeit befassen, die Meinung der Einwohner indes bislang nicht in die Debatte einfloss, mobilisierte der Heimatverein die Altenhainer und startete Anfang Februar eine Fragebogenaktion (die LVZ berichtete).

„Wir stellten gleichberechtigt drei Kommunen zur Wahl: Naunhof, Bennewitz und Grimma. Abgefragt wurden Sachverhalte wie Infrastruktur, Straßenbau, Schul- und Finanzpolitik, Einkauf und ärztliche Versorgung“, erklärt Eckhard Sieg, der zu den Organisatoren gehörte. Und schließlich sollten die Altenhainer noch offenbaren, zu welcher der möglichen Fusionsgemeinden sie vom „Bauchgefühl“ her tendieren. Jetzt liegen die Antworten vor. Genau 298 Fragebögen wurden ausgefüllt in den eigens dafür aufgestellten Briefkasten geworfen. Das heißt: 54 Prozent der Altenhainer beteiligten sich. Die Antworten sprechen eine deutliche Sprache.

Denn entgegen der Tendenzen im Trebsener Rathaus, wollen die Altenhainer keinesfalls eine kommunale Verbindung mit Bennewitz eingehen. In keinem der erfragten Teilbereiche erzielte Bennewitz nennenswerten Zuspruch. Hingegen hat Grimma in diesem Querschnitt eindeutig die Nase vorn. 70 Prozent derer, die sich beteiligten, trauen der ehemaligen Kreisstadt am ehesten zu, verschiedene Bedürfnisse der Altenhainer meistern zu können. Grimma, so die Überzeugung, wäre mehr als andere in der Lage, unter anderem die Qualität der Straßen im Ort zu verbessern oder Altenhain ans Radwegenetz des Muldentals anzubinden. Auch hätte Grimma die Wirtschaftskraft, um weiterhin Investitionen in Gang zu bringen sowie Pflichten und freiwillige Aufgaben einer Kommune finanziell zu schultern. Naunhof erreichte in diesem Vergleich rund 20 Prozent Zuspruch. Die Parthestadt punktete unter anderem in den Bereichen Erreichbarkeit, Straßenbau und Einkauf. Alle Altenhainer vertrauten darauf, dass die Turnhalle im Dorf bei einer Fusion – ganz gleich mit wem – erhalten bliebe.

Bei dieser Frage holte Bennewitz seine Höchstpunktzahl. 5,3 Prozent nehmen sich indes im Vergleich mit Naunhof (19,8) oder Grimma (65,1) dennoch verschwindend gering aus. Keinen Interpretationsspielraum lässt die Auswertung der Hauptfrage, für welche Kommune sich die Altenhainer nach „Bauchgefühl“ entscheiden würden. Hier steht für Bennewitzer eine Null: Kein einziger kreuzte die Kommune an, zu der nach Ansicht der Altenhainer das Trebsener Altenhainer stark tendiere. Hingegen wählten 79,9 Prozent Grimma und 18,9 Prozent Naunhof. Dass die Altenhainer sich eine klare Meinung gebildet haben, verdeutlicht die vierte Zahl: Lediglich 1,2 Prozent der Befragten waren unentschlossen. Jetzt hoffen die Altenhainer, dass ihr Votum im Trebsener Rathaus entsprechende Beachtung findet und Schule macht. Durch eine Fragebogenaktion würde die Stadtverwaltung erfahren, wie die Bürger von Trebsen, Neichen und Seelingstädt denken.

Conny Hanspach

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