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Klasse statt Masse zum Grimmaer Martinimarkt

Klasse statt Masse zum Grimmaer Martinimarkt

Grimma. "Hereinspaziert. In der schönsten Altstadt Mitteldeutschlands kann man das Schöne mit dem Nützlichen verbinden." Überschwänglich warb der Kulturbetrieb der Muldestadt für den zehnten Martinimarkt und hatte dazu für zwei Tage in die ehrwürdige Klosterkirche eingeladen.

"Kunsthandwerk vom Feinsten, gepaart mit der Chance, sich persönlich mit den Kunsthandwerkern auszutauschen und dem einen oder anderen auf die Finger zu schauen, das schätze ich am Martinimarkt", fasst Sandrina Frey ihren Eindruck zusammen. "Um ganz ehrlich zu sein", fährt die Leipzigerin fort, "komme ich seit einigen Jahren hauptsächlich, um mir Ideen für eigene Bastelanregungen zu holen. Aber am Ende nehme ich dann doch irgendetwas Hübsches mit."

Solche Besucher erfreuen nicht nur die Aussteller, auch der Kulturbetrieb als Veranstalter sieht sich mit seinem Konzept bestätigt. "Wir sind bemüht, jedes Mal etwas Neues ranzuholen, nicht dass die Besucher sagen: Och, das kennen wir ja alles schon", sagt Petra Lehmann vom Kulturbetrieb. Die Qual der Auswahl dürfte ihr dabei leicht fallen. "Wir haben mehr Bewerber für diesen Martinimarkt als Ausstellungskapazität und müssen leider jedes Jahr interessierten Kunsthandwerkern absagen."

Eine größere Location käme aber auch nicht infrage, so dass Lehmann anderen Gedanken eine klare Abfuhr erteilt. "Mit der Klosterkirche haben wir etwas ganz Besonderes, sie verleiht dem Martinimarkt das gewisse Etwas", erklärt sie.

Eben Klasse statt Masse sei das Credo der 39 Aussteller. Ein Leitsatz, der erstmals auch von dem Grimmaer Paar Andrea Albrecht und Patrick Schöler unterschrieben wird. Sie präsentieren ihre ausschließlich handgefertigten und originellen FloPhi-Kinderflurgarderoben aus Holz. Der Markenname dieser bunt gestalteten Kollektion sei nicht nur abgeleitet von den Vornamen der eigenen Kinder Florian und Philipp, sondern auch von den Erfahrungen mit den Klamotten der Kids.

Wie zeitgemäß das Kunsthandwerk ist, wird in Gesprächen mit Ausstellern deutlich. "Die Omis haben noch alte Puppen und möchten sie an ihre Enkel abgeben. So denkt vor allem die ältere Generation, die nichts wegwirft, stattdessen erhalten möchte", weiß Puppendoktor Ramona Nitsche ihr Handwerk wertgeschätzt. Roswitha Floß ist zwar mit ihrer handgearbeiteten Naturmode öfter in der Region präsent. "Aber das Ambiente in dieser Klosterkirche ist einmalig." Die Mentalität der Kunden bewertet sie als "kaufbedachter und teils zögerlich". Katja Reder weiß, "dass ich für meine Keramikkunst eine spezielle Kundschaft habe, die diese Handarbeit schätzt und durch Kauf zu honorieren bereit ist." Kathrin Pultar bietet zwar modische Accessoires an, Hingucker ist aber ein Panorama-Aquarell, das aus Stadtwaldsicht die gesamte Grimmaer Altstadt von der Hängebrücke bis zur Pöppelmannschen Steinbrücke zeigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.11.2014
Schmidt, Frank

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