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Grimma Kleidung, Kinderwagen und Spielzeug
Region Grimma Kleidung, Kinderwagen und Spielzeug
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15:25 19.05.2015
Breites Angebot: Renate Mußbach hält für von der Flut Betroffene und sozial Schwache jede Menge Bettzeug und Handtücher in der Spendenhalle bereit. Quelle: Andreas Röse
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Darin befinden sich nach Größen sortiert unter anderem Strümpfe, Hosen oder T-Shirts. Einige Möbel wie Sofas sind noch im Bestand. Auch Geschirr ist in kleinen Mengen vorhanden. Wer Nachwuchs erwartet, dem kann geholfen werden. So sind noch Kinderwagen im Angebot.

"Wir haben vor allem viel Bekleidung", sagte Renate Mußbach (58), die von der Stadt Grimma beauftragt ist, die Sachspendenhalle zu verwalten. Mußbach war erst in der Seumehalle in Grimma tätig, wo die von der Flut betroffenen Grimmaer eine vorübergehende Bleibe fanden und wurde dann in die Spendenhalle beordert. "Für mich war das kein Neuland", sagte sie. Bereits 2002 sorgte sie in dem ehemaligen Kartoffellagerhaus in Köhra dafür, dass von der Flut Betroffene mit dem Notwendigsten nach der Katastrophe versorgt werden konnten. "In Grimma gingen nach der Juniflut eine Menge Spenden ein. Doch mit 2002 ist das kein Vergleich", sagte sie. Allerdings freute sie sich über jede noch so kleine Hilfe. So habe sie die Unterstützung von André Streng, Macher der Musikkneipe Flowerpower in Leipzig, beeindruckt. "Er kam und fragte, ob er mit seinem Auto 14 Tage den Transport von Möbeln übernehmen kann", erzählte sie. Diese Hilfe war besonders bei den Älteren gefragt, die kein eigenes Fahrzeug haben. "Auch ein junges Mädchen aus Cottbus startete eine Hilfsaktion in ihrer Heimatstadt und brachte einen Lkw voll Hilfsgüter nach Grimma", sagte sie. Für die Annahme der Waren und das Sortieren der Artikel hatte Mußbach eine Menge Helfer. "Im Schnitt waren es 20 Leute, die für den reibungslosen Ablauf sorgten", erinnerte sie sich. Von Anfang an packten Steffi Gaitzsch, Jeanette Wahrn und Cornelia Heasler mit zu. "Jeanette hatte so gar das Pech, dass ein Bett beim Abladen auf ihren Fuß fiel und sie sich die große Zehe dabei brach. Trotzdem kam sie tapfer in die Spendenhalle und half", so Mußbach.

Seit Donnerstag können sich nun auch Harz-IV-Empfänger Sachen aus der Spendenhalle holen. "Bereits vor der Eröffnung standen sie Schlange", sagte die 58-Jährige. Am ersten Tag waren 60 Betroffene vor Ort, um sich Kleider, Schuhe aber auch Bettwäsche und Handtücher auszusuchen.

iDie Halle ist dienstags bis donnerstags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mitzubringen ist der Nachweis als von der Flutbetroffener oder als Hartz-IV-Empfänger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2013
Cornelia Braun

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