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Grimma Kleine Nadel für großen Einsatz
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06:00 02.05.2017
Trebsens Bürgermeister Stefan Müller (Mitte) mit Klaus Sedlaczek (links) und Wolfgang Schumann. Quelle: Bert Endruszeit
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Trebsen

Aller guten Dinge sind zwei: Ehrenamtliches Engagement war der Stadt Trebsen nun zum zweiten Mal eine besondere Auszeichnung wert. Die Ehrennadel tragen nun seit Sonntag Klaus Sedlaczek und Wolfgang Schumann. Beide wurden im Rahmen des Maibaumsetzens am Trebsener Feuerwehrgerätehaus geehrt. „Die Feuerwehr ist ja auch ehrenamtlich tätig, da passt das heutige Fest doch perfekt“, fand Trebsens Bürgermeister Stefan Müller und erinnerte zugleich daran, wie wichtig das Ehrenamt für die Lebensqualität in der Stadt und ihren Ortsteilen ist.

Wolfgang Schumann ist schon seit 55 Jahren Feuerwehrmitglied, betonte Laudator Bernd Fichtner. In Neichen sei Schumann Wehrleiter gewesen, und viele kennen ihn auch noch als Leiter des Kinderferienlagers der Zellstoff- und Papierfabriken Trebsen. Damit nicht genug, viele Jahre war er aktiver Fußballer in Trebsen. „Ich bin bekannt wie ein bunter Hund, viele Kinder von damals sind heute schon über 40 Jahre alt“, sagte der 74-jährige Schumann mit Blick auf seine Zeit als Ferienlagerchef. Und auch als Fußballtrainer hat er viele Spuren hinterlassen. Bis ins vergangene Jahr hinein war der langjährige Elektromeister dem Fußball aktiv verbunden. Dem Ehrenamt blieb er treu, mittlerweile leitet er den Kleingartenverein Erholung Trebsen. „Meine Frau unterstützt mich dabei sehr, wir sind eigentlich immer im Garten.“ Das ist deutlich zu sehen: „Sein Garten ist absolut unkrautfrei“, sagte Bernd Fichtner in seiner Rede voller Anerkennung.

Auch Klaus Sedlaczek verdiente sein Brot lange als Elektriker. Die Ehrennadel der Stadt erhielt er für sein Engagement für die Kaninchenzucht. Laudator Eberhard Heimer lobte Sedlaczeks Organisationstalent und Hartnäckigkeit: „Das Zustandekommen des Vereinsgeländes in Altenhain ist zum großen Teil auf seine Initiative zurückzuführen.“ Sedlaczek habe 26 Jungtierschauen des Vereins sowie zwölf Muldentalkreisschauen als Ausstellungsleiter organisiert. Keine Frage, dass der Geehrte auch selbst etliche Preise für seine Tiere holte.

„Kaninchenzüchter bin ich seit 1981, mein Schulfreund Frank Schierz hat mich damals dazu gebracht“, erinnerte sich der heute 67 Jahre alte Sedlaczek. „Damals waren wir die einzigen jungen Mitglieder, heute sind wir die ältesten.“ Doch immerhin könne der Kaninchenzüchterverein S 774 Altenhain heute auf eine gute Altersstruktur verweisen.

Begonnen hat Sedlaczek einst mit der Rasse Großsilber. „Diese Kaninchen wiegen schon mal fünf Kilogramm.“ Mit den Jahren wurden seine Lieblinge dann immer kleiner. „Heute habe ich nur noch Zwerge, so um die 50 Tiere.“ Das sei durchaus praktisch, denn die brauchen nicht ganz so viel Futter wie die größeren Rassen. Seine Zuchterfolge können sich sehen lassen, da blieben Anerkennungen nicht aus. „Nur Deutscher Meister bin ich nie geworden.“ Hat er eine Tipp für angehende Kaninchenzüchter? „Man braucht Erfahrung, gutes Futter und auch mal etwas Glück“, sagt Sedlaczek, der seinerseits schon seit fast 20 Jahren als Preisrichter ein wachsames Auge auf viele Zuchterfolge hat.

Von Bert Endruszeit

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