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Grimma Kletterwiege im Muldental
Region Grimma Kletterwiege im Muldental
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12:42 20.01.2010
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Muldental/Leipzig

Die Wurzeln des Klubs liegen auf dem Kohlenberg in Brandis, viele frühere und aktuelle Kletter-Schauplätze befinden sich im Muldental.

„Wir sind schon ein bisschen stolz, im Jahr des 140-jährigen Bestehens der Sektion Leipzig im Deutschen Alpenverein auch auf 90 Jahre Leipziger Kletterschule zurückblicken zu können“, erklärt Andreas Wappler, bei den Leipzigern für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Die Mitglieder der Sektion hätten einen entscheidenden Anteil an der Erschließung des Gebietes gehabt und nutzten noch heute intensiv die damit einhergehenden Möglichkeiten.

„Im Jahr 1919 begann Felix Simon mit der Erschließung erster Routen im Ostbruch am Kohlenberg bei Brandis“, blickt Wappler zurück. Wegen der Entfernung zu den Alpen und der wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg habe sich hier ein exzellentes alpines und klettertechnisches Trainingsgebiet entwickelt.

„Bis Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden im Ostbruch 19 Wege unter anderem von Felix Simon, Richard Voigtländer, Walter Kießig, Ludwig Baumgarten und vielen anderen bis zum damals höchsten Schwierigkeitsgrad VII erschlossen“, erläutert der Alpenfan. Parallel dazu seien weitere Steinbrüche erschlossen worden. So ab 1925 die Schwarze Wand – heute ein Abbaugebiet – und die Feueresse bei Golzern. Letztere sei heute ein Naturschutzgebiet.

Hinzu komme ab 1939 der Kohlenberg-Westbruch. „Diese Einstiege befinden sich heute unter Wasser und es muss erst abgeseilt werden, um dort zu klettern“, berichtet Wappler. Auch deshalb seien ab 1997 der Spielberg und der Holzberg sowie ab 1998 der Gaudlitzberg fürs Klettern erschlossen worden.

„Damit waren und sind erstklassige Trainingsmöglichkeiten gegeben. Sie waren eine wesentliche Voraussetzung auch für Erstbesteigungen in den Alpen“, so das Vereinsmitglied. Beispielsweise habe Max Dathe zusammen mit Felix Simon in den 1920er-Jahren die Nordwand der Großen Zinne in den Dolomiten durchstiegen. „Die großen sportlichen Leistungen trugen nicht zuletzt dazu bei, dass Felix Simon 1932 von Willo Welzenbacher in die deutsch-amerikanische Nanga-Parbat-Expedition berufen wurde“, erinnert sich der Leipziger.

Diese Entwicklung habe sich bis heute fortgesetzt. „Die Achttausender-Bezwinger unserer Sektion, Olaf Rieck und Reinhard Tauchnitz, nutzen intensiv die Möglichkeiten der Leipziger Kletterschule zum Training“, erklärte der Vereinssprecher.

Nicht nur Spitzensportler trainieren hier. „Die Leipziger Kletterschule vor den Toren der Großstadt ist Trainingsmöglichkeit für alle Altersgruppen. Unsere Kinder- und Jugendgruppen trainieren hier fast das ganze Jahr über unter den Bedingungen des natürlichen Felsens und in der freien Natur“, so Wappler. Und dies solle auch in den Jahren nach dem Doppeljubiläum so bleiben.

Martin Pelzel

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