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Grimma Klosterkirche Grimma bietet Köstlichkeiten aus Tansania
Region Grimma Klosterkirche Grimma bietet Köstlichkeiten aus Tansania
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16:12 24.10.2016
Ziemlich beste Freunde: Noga hatte offensichtlich viel Spaß am von Max Schädlich betreuten Basteltisch. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma

Warme Getränke und Speisen gab es am Sonntag in der Grimmaer Klosterkirche im Rahmen des diesjährigen Kirchenbezirkstages zwar reichlich, Superintendent Matthias Weismann hatte dennoch einen weiteren Tipp parat, um den frischen Temperaturen in dem einstigen Zisterzienser-Gotteshaus zu trotzen. „Umarmt euch, dann wird euch warm“, forderte der ranghöchste Kirchenmann im Kirchenbezirk Leipziger Land am Ende des zentralen Gottesdienstes auf.

Eine Aufforderung, der die Besucher zahlreich Folge leisteten, ohne im Anschluss daran auf die zusätzliche an den diversen Verköstigungsstellen angebotene Portion Wärme zu verzichten. Zumal diese unter anderem in Form von Spezialitäten aus der Küche Tansanias gereicht wurde. Spezialitäten aus einem Land, das beim diesjährigen Kirchenbezirkstag eine zentrale Rolle spielte.

Unter dem Motto „Ziemlich beste Freunde“ präsentierte der Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz sein Partnerschaftsprojekt mit dem ostafrikanischen Land, darüber hinaus wirkte der tansanische Pastor Jackson Mwkabasi, der derzeit ein Missionsjahr in Leipzig absolviert, am Gottesdienst mit. Und der von der Vorstellung, dass Luther höchstpersönlich in der Klosterkirche gepredigt haben soll, sichtlich angetan war.

Auch sein Gastland hat den ostafrikanischen Gottesmann nach eigener Aussage schwer beeindruckt. „Oh ja, es gibt sehr viele Unterschiede zwischen beiden Ländern“, so Jackson Mwkabasi. „Die Menschen hier sind zwar in der Regel sehr nett, aber wir Tansanier sind wesentlich offenere Menschen.“

Menschen mit Bedürfnissen, die der Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz, der seit 1996 eine Partnerschaft mit dem tansanischen Kirchenbezirk Meru-Süd pflegt, mit seiner Rucksack-Aktion zu befriedigen versucht. „Zum mittlerweile elften Mal packen wir in diesem Jahr Schul-Rucksäcke für bis zu 4000 Kinder“, berichtet Bezirkskatechetin Claudia Mickel-Fabian. „Mit der Aktion haben wir im Laufe der Jahre erreicht, dass das Schuleintrittsalter auf sieben Jahre gesenkt werden konnte“, sagt sie und betont, dass in den Genuss der Aktion christliche ebenso wie muslimische Kinder sowie solche kommen, die einer Naturreligion anhängen.

Überkonfessionell ist auch der Genuss von Kaffee, für welchen Part am gestrigen Tag in der Klosterkirche Christine Müller von der Arbeitsstelle „Eine Welt“ innerhalb der sächsischen Landeskirche verantwortlich zeichnete. „Das Bewusstsein für und die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten ist in den vergangenen Jahren gestiegen, wobei wir die diesbezügliche Zunahme der Angebote in Supermärkten mit gemischten Gefühlen betrachten“, erklärt sie. Zum einen sei es begrüßenswert, weil damit mehr Menschen Zugang zu solcherart Produkten bekämen, zum anderen würden auf diese Weise die Standards verwässert .

Apropos Standard: Standard hinsichtlich der Örtlichkeit des Kirchenbezirkstages war in den vergangenen Jahren der Schmetterling im Bad Lausicker Kurpark, zu dem man laut der Wyhrataler Pfarrerin und Kirchenbezirkstag-Hauptorganisatorin Beate Schelmat-von Kirchbach im nächsten Jahr zurückkehren wolle. „Im Hinblick auf 500 Jahre Reformation im nächsten Jahr wollten wir mit Grimma ein Zeichen setzen und zugleich das Wirken des Vereins uno mondo in der Flüchtlingsarbeit würdigen“, sagt sie.

Von Roger Dietze

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