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Klosterkirche in Grimma bleibt gute Adresse für besondere Weihnachtsgeschenke

Martinimarkt Klosterkirche in Grimma bleibt gute Adresse für besondere Weihnachtsgeschenke

Nach der Absage durch die Stadtverwaltung haben Händler den beliebten Martinimarkt in der Grimmaer Klosterkirche selbst in die Hand genommen. Er fand am zurückliegenden Wochenende statt.

Der Eilenburger Korbhändler Matthias Schlicke beim Martinimarkt in der Grimmaer Klosterkirche im Gespräch mit einer Kundin.

Quelle: Roger Dietze

Grimma. Er hat sich als gute Adresse für Weihnachtsgeschenke der besonderen Art einen Namen gemacht, der Grimmaer Martinimarkt. Dennoch erreichte die Stammhändler Anfang des Jahres die Hiobsbotschaft aus der Stadtverwaltung, dass die letztjährige Auflage die letzte gewesen sei. Ulrike Andersch, Modedesignerin aus Nerchau mit einem Geschäft in der sächsischen Landeshauptstadt, wollte sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden. Mit dem Ergebnis, dass die Traditionsveranstaltung am vergangenen Wochenende doch in die nächste Runde ging.

„Beim Martinimarkt geht es um nicht Geringeres als Kultur“, so die energische Mitt-Fünfzigerin, die die Veranstaltung als „Plattform für die kleinen Händler“ bezeichnet. „Es gibt einige davon, die in ihrem stillen Kämmerlein werkeln und denen mit dem Aus für den Martinimarkt eine wichtige Möglichkeit genommen worden wäre, sich und ihre Handwerksarbeit einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Dem „Werkeln im stillen Kämmerlein“ frönt seit reichlich drei Jahren auch Denise Große aus Mutzschen, die den Damen der Schöpfung unter dem Label „Perlenzauber“ individuellen handgefertigten Modeschmuck offeriert. Zwei Mal in den vergangenen Jahren unter anderem auch im Rahmen des Martinimarktes, weshalb für die 29-Jährige nach eigenem Bekunden sofort feststand, die Fortsetzung der Veranstaltung nach Kräften zu unterstützen.

„Die Klosterkirche bietet ein uriges Ambiente, das sich für einen solchen vorweihnachtlichen Markt geradezu anbietet, und entsprechend habe ich im Vorfeld beim Plakate anbringen mitgeholfen“, sagt die Mutzschenerin, die damit einen Beitrag zu einer erfolgreichen Fortsetzung des Marktes leistete.

„Bis auf jene Handvoll Händler, die sich nach der Absage im Februar zeitnah umorientiert haben, sind alle bei der Stange geblieben, und wir haben sogar einige neue Mitstreiter gewinnen können“, berichtet die Hauptorganisatorin Ulrike Andersch, die zu den Martinimarkt-Urgesteinen gehört. „Diese Veranstaltung ist wichtig für die Region“, ist die 54-Jährige überzeugt.

Eine Veranstaltung, die sich auch über die Grenze des Muldentals hinaus einen Namen gemacht hat. Zum zweiten Mal bot an den beiden vergangenen Tagen Ingrid Georgi aus dem Fläming-Örtchen Wiesenburg ihren selbst kreierten Schmuck in der Klosterkirche an. „Die alte Kirche bietet ein schönes Ambiente, außerdem sind die Menschen hier sehr freundlich und offen für die Angebote der Händler.“

Eine Einschätzung, die die Leipziger Kunsthandwerkerin Christina Naumann teilt. „Die Leute sind in der Tat sehr freundlich und interessiert“, so die Messestädterin, die unter anderem fair gehandelte Waren im Verkaufsportfolio hat. „Außerdem sind die Händler in den Jahren zu einer eingeschworenen Truppe zusammengewachsen, und entsprechend hat Ulrike Andersch bei der Organisation Hilfe von vielen Seiten erhalten“, so die Leipziger Händlerin, die an den beiden vergangenen Tagen ebenso wie ihre Händlerkolleginnen und -kollegen unter der eisigen Kälte im weiten Klosterkirchenrund litt. „Wir nehmen aber gern in Kauf, in Grimma mit einer Mütze am Stand zu stehen, denn Wärme geht vor Schönheit“, so Christina Naumann augenzwinkernd.

Von Roger Dietze

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