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Grimma Kluft zwischen Belgershain und Naunhof bleibt
Region Grimma Kluft zwischen Belgershain und Naunhof bleibt
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13:51 19.05.2015

Zwar hat das Dorf in dieser Woche seinen Antrag zurückgezogen, den Bund mit der Stadt und Parthenstein verlassen zu dürfen. Doch unter bestimmten Voraussetzungen kann sich Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) vorstellen, den Wechsel nach Großpösna erneut in Angriff zu nehmen.

"Für unser Anliegen gab es keine Zustimmung von den anderen Beteiligten in der Verwaltungsgemeinschaft", bedauerte er im Gemeinderat. "Deshalb drängt die Rechtsaufsicht darauf, eine Entscheidung herbeizuführen. Der einfachste Weg ist es, die Anträge auf Ausscheiden aus der Verwaltungsgemeinschaft und auf Eingliederung nach Großpösna zurückzunehmen. Es geht um einen sauberen Schnitt." Diesem Vorschlag folgten die Belgershainer Abgeordneten einstimmig - bei einer Enthaltung.

Nicht jeder hob seine Hand aber ohne Zähneknirschen. Den Ball ins Rollen brachte der Bürgermeister selbst, als er sagte: "Falls sich die Gesetzeslage in kürzerer Zeit ändern sollte, besteht die Möglichkeit, das Spiel von Neuem zu bestreiten." Sein Vize, Bernd Weisbrich von der Freien Wählervereinigung (FWV), bedauerte zwar: "Uns bleibt heute nichts weiter übrig, als zuzustimmen." Er betonte aber zugleich: "Wir werden uns weiter gegen eine Eingemeindung nach Naunhof wehren und kritisch beobachten, wie sich die Stadt entwickelt. Solange wir nicht zum Abbau ihrer Schulden herangezogen werden, müssen wir wohl erst einmal mit der Verwaltungsgemeinschaft leben."

Solche Worte brachten Naunhofs Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), der die Sitzung besucht hatte, leicht in Rage. "Das ist für mich eine Diskrepanz", warf er ein. "Zum einen will Belgershain eigenständig bleiben, zum anderen wollte es sich nach Großpösna eingemeinden lassen." Er, Zocher, werde "den Teufel tun, mit Macht eine Großgemeinde aus der Verwaltungsgemeinschaft und Großpösna zu bilden." In der jetzigen Konstellation sei die Eigenständigkeit von Belgershain gewährleistet. Das Dorf sei frei in seinen Beschlüssen.

Gunda Böhme (FWV) sprach von einer Notlage, die Belgershain dazu gebracht habe, den Gang nach Großpösna anzutreten. "Wir haben uns über viele Jahre hinweg um eine gute Zusammenarbeit mit Naunhof bemüht - vergebens", kritisierte sie. Und Weisbrich konkretisierte: "Unter dem alten Naunhofer Bürgermeister hatten wir einige Probleme. Es wurden Rechnungen nicht oder zu spät bezahlt."

Dies sei heute nicht mehr der Fall, meinte Zocher. "Mit Stand 13. Juli 2013 wurden alle ausstehenden Rechnungen beglichen, und seitdem zahlen wir fristgemäß" Gebe es dennoch Probleme, sollten sich die Betreffenden an ihn wenden. Gern sei er bereit, auch wieder in den Belgershainer Gemeinderat zu kommen, wenn es Fragen gebe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2014
Pfeifer, Frank

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